Text-Bild-Ansicht Band 282

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Textabbildung Bd. 282, S. 227
Textabbildung Bd. 282, S. 227
Die Papierführung liegt wie bei dem gebräuchlichen Stiftschreiber in der Mitte des Apparates und die Fortbewegung des Papierstreifens bewirken die beiden Zugwalzen w1, w2 (Fig. 3). Die untere dieser beiden Walzen wird durch. Zahneingriff unmittelbar von dem Laufwerke in drehende Bewegung versetzt; sie ist zur Erzeugung der erforderlichen Reibung gerauht, die nur durch die Reibung mitgenommene obere Walze dagegen ist glatt und, um ein Verschmieren der Farbe am Streifen selbst zu verhindern, mit einer etwa 5 mm breiten aber flachen Einkerbung versehen. Wie beim Stiftschreiber wird die obere Walze durch zwei an der Gestellwand des Laufwerkes befestigte und durch Stellschrauben regulirbare Pressfedern p1 mit entsprechender Kraft an die untere Walze angedrückt. Der Papierständer ist wie gewöhnlich; der von ihm ablaufende Papierstreifen muss jedoch, bevor er von den beiden Zugwalzen w1, w2 erfasst wird, auch unter der Führungs- (Dirigirungs-) Walze dw hindurch und dann über den Stift St hinweg gehen. Sowohl der Stift st als die Achse der Führungswalze sind an dem an die vordere Gestellwand des Laufwerkes angeschraubten Messingstück r1r2r3 befestigt, welches sich unter der lose auf ihre Achse aufgeschobenen Walze dw hin so weit gegen die Führungswalzen hin erstreckt, dass der Papierstreifen leicht und sicher eingeführt werden kann; ein seitliches Ausspringen des Streifens ist dabei nicht zu befürchten, weil die beiden vorspringenden Ränder der Führungswalze den oben gut abgeglätteten Führungstheil seitlich überragen. Rückwärts, gegen den Papierständer hin, erhebt sich von diesem Führungstheile aus ein senkrechter Vorsprung V, welcher oben die Bohrung für den Stift St enthält; an diesem Vorsprung ist die Achse der Führungswalze unbeweglich eingeschraubt. Der Bohrung entsprechend ist an dem vorspringenden Theile des Führungsstückes noch eine Messinghülse eingelöthet, in welcher der in dieselbe streng hineinpassende Stift St in seiner Ruhelage festen Halt findet. Beim Einziehen des Streifens wird der Stift St vorerst herausgezogen; darauf wird der Streifen zwischen Führungsstück und Führungswalze durchgesteckt und so weit vorgeschoben, dass derselbe von den Zugwalzen w1 und w2 erfasst und weiter bewegt werden kann; endlich wird unter den Streifen der Stift St gesteckt, wie dies Fig. 4 sehen lässt, und nun der Stift, von welchem der Streifen nicht mehr herabgleiten kann, in seine Hülse eingesteckt. (Vrgl. Fig. 1.)

Die Schreibvorrichtung hat hier bei der Schriftgebung das Farbrädchen an den Papierstreifen heranzubewegen, wobei eben der Stift St dem Streifen die richtige Führung und die erforderliche steife Unterlage gibt. Das Farbrädchen K (Fig. 3, 5 und 6) presst sich genau in der Mitte des Stiftes St an den Streifen an; dasselbe dreht sich auf dem wagerecht in den eigentlichen Schreibhebel H eingeschraubten Stifte k. Der Schreibhebel H selbst ist auf die Ankerwelle W lose aufgeschoben und wird zur Erzielung eines entsprechend sanften Druckes sowie einer gewissen Elasticität durch eine Wurmfeder b in der Richtung der Gestellwand nach vorn gedrückt. Bei stärkerem Drucke vermag der Schreibhebel sonach sich nach rückwärts zu bewegen; eine Drehung nach vorn kann er dagegen nur im Vereine mit der Ankerwelle machen, weil die durch die seitliche Nase N des Ankerhebels hindurchgehende Schraube z an dem Vorspränge des an die Ankerwelle W festgekeilten