Text-Bild-Ansicht Band 282

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eine durchgehende Bohrung von 114 mm Weite und trägt vorne einen selbst centrirenden Schneckenradspannkopf und hinten ein Zweibackenspannfutter zum gleichzeitigen Klemmen langer Theile. Mit der fünfläufigen Stufenscheibe von 762 mm grösstem Durchmesser, bei 114 Scheibenbreite und doppeltem Rädervorgelege sind 15 Geschwindigkeiten erreichbar. Eine stählerne Schraubenspindel wirkt durch Vermittelung eines Schneckenrades aus Phosphorbronze auf den Schlitten mittels Zahnstangentriebwerkes ein und wird entweder durch gewöhnlichen Stufenscheibenbetrieb oder durch Versatzräder geschaltet. Auf dem Schlitten ist ein vierfacher Schneidkopf für flache Gewindstähle angebracht, während auf der 610 mm hohen und 457 mm breiten Wange ein Reitstock steht.

Textabbildung Bd. 282, S. 235
Sollen Muttern geschnitten werden, so wird der Schneidkopf durch eine Klemmvorrichtung ersetzt.

Textabbildung Bd. 282, S. 235

Fr. Müller's Abstechvorrichtung (Fig. 14 bis 18).

Vermöge eines Schneckentriebwerkes b wird die Hohlspindel a in Drehung versetzt. In einem Leistenschlitz der vorderen Kopffläche verschieben sich zwei Klötzchen c durch Vermittelung einer Rechts- und Linksgangschraube d, von denen jedes einen Abstechstahl e trägt. Durch den Anschlag eines Sperrkegels f an einem festen Stift g werden bei jeder einzelnen Umdrehung der Hohlspindel a die Messerklötzchen c zusammengeschoben. Das Werkstück ist während dessen in zwei stellbaren Sperrklammern h und i festgehalten. (D. R. P. Nr. 45874 vom 9. Juli 1888.)

Hendey's Abstechmaschine (Fig. 19).

Zum Abstechen von verschiedenen Theilen aus Rundstäben bis 63 mm Durchmesser ist diese von der Hendey Machine Comp. in Torrington, Conn. gebaute, 630 k schwere Maschine bestimmt. Nach American Machinist 1889 Bd. 12 Nr. 48 * S. 1 ist dieselbe mit einer für 105 mm breiten Riemen bemessenen dreiläufigen Stufenscheibe von 330 mm grössten Durchmesser ausgerüstet, besitzt eine Hohlspindel von 120 mm Aussendurchmesser und 152 mm Länge am vorderen Lagerkopf, einen selbst centrirenden Spannkopf und eine dreifache Steuerungsscheibe am Hinterleger zum Schaltungsbetrieb des am Schlitten befindlichen Messerkopfes. Dieser ist mittels Handrades einstellbar, um verschiedene Theile von gegebener Länge in Aufeinanderfolge ohne Umspannen des Rundstabes abstechen zu können, wozu ein Stelleisen dient, das mit dem Schlitten sich bewegt.

A. Göbel's Gewindeschneidmaschine für Gasrohre (Fig. 20 bis 24).

Textabbildung Bd. 282, S. 235
Zwei Arbeitsvorrichtungen können mit dieser 45 k schweren Maschine vorgenommen werden, das Abstechen und das Gewindanschneiden der Gasrohre, wobei die vorhandene Klemm-, Centrir- oder Einspannvorrichtung diese Arbeiten wesentlich unterstützt. Die Maschine besteht nach dem D. R. P. Nr. 54022 vom 23. Febr. 1890 bezieh. nach dem englischen Patent Nr. 15553 vom 1. October 1890 aus einem Winkelständer a (Fig. 20 bis 24) mit Ansatzrohr b, auf welchem sich der Schneidkopf c durch Vermittelung des Schneckentriebwerkes d und einer Handkurbel e drehen lässt. Der durch den Stellring f gegen axiale Verschiebung gesicherte Schneidkopf c trägt das Abstechstahlwerkzeug g, welches in einem Führungsstück h (Fig. 23 und 24) gleitet. Die selbstthätige Verstellung