Text-Bild-Ansicht Band 282

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kann gleichzeitig ein zweiter starker Längsdraht oberhalb der stärkeren Rohrlage mit verwebt werden, Fig. 2, 6 und 7.

Textabbildung Bd. 282, S. 249
Textabbildung Bd. 282, S. 249
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Die Herstellung des einfachen Rohrgewebes ist von der des Doppelrohrgewebes verschieden, und zwar ist bei ersterer eine Hauptdrahtkette d, Fig. 2, durch die Lade g geleitet, die zur Aufnahme der Rohrstäbchen dient, welche mittelst Webedrähte h in solcher Weise festgewebt werden, dass je ein Draht h sich abwechselnd von rechts nach links und umgekehrt über den zugehörigen Hauptdraht d bewegt, wobei die Stäbe jedesmal bei der tiefsten Stellung des Webedrahtes seitlich eingeschoben werden, so dass dieselben auf der unteren Seite des Hauptesdrahtes abwechselnd rechts und links festgebunden sind. Die für den Webeprocess erforderliche auf- und abwärtsgehende und zugleich hin- und hergehende Bewegung des den Webedraht führenden Rahmens m, Fig. 2 und 3, erfolgt durch die Verbindung desselben mit der Lade r durch die Zugstanges, welche am Winkelhebel v angreift, mit dem der Zugriemen w, der am Rahmen m befestigt ist, verbunden ist. Beim Hin- und Hergehen der Lade wird daher der Gleitrahmen gehoben und gesenkt, welche Bewegung die Webedrähte mitmachen. Der Rahmen m ist durch Rollen x in seitlich angeordneten U-förmigen Schlitzen y geführt, so dass also die Drähte hin und her über die Hauptdrähte gehoben und gesenkt werden.

Bei der Herstellung des Doppelrohrgewebes, das zugleich mit einem Verstärkungsdraht versehen werden soll, bildet nun der frühere Hauptdraht d den Verstärkungsdraht, Fig. 6, während ein zweiter endloser Draht d2 als Hauptdraht verwendet wird, auf welchem beide Rohrlagen festgewebt werden. Hierbei erhält der Hauptdraht d2 eine auf- und abgehende Bewegung, der Webedraht h behält seine vorige Doppelbewegung bei, während der Verstärkungsdraht d nun auch eine seitlich hin- und hergehende Bewegung erhält, um die Rohre festzuweben. Zunächst werden bei der Herstellung dieser Rohrgewebe drei oder mehr schwache Rohrstäbe l3 auf dem Hauptdraht d2, Fig. 2 und 6, und demnächst ein starkes Rohr m3 auf dem Draht d2 zugleich mit dem Verstärkungsdraht d verwebt. Es wird zu dieser Herstellung ein schwaches Rohr in den Winkel y1, Fig. 2 und 6, eingeführt, die Lade angezogen und wieder zurückbewegt, wobei der Webedraht h wie bei dem einfachen Gewebe sich gehoben, den Hauptdraht d2 überwebt und sich wieder gesenkt hat, und die Rollen x aus dem linken Schlitzzweig in den rechten gelangt sind. Dabei konnte der Webedraht h den Hauptdraht d2 überweben, ohne mit dem Verstärkungsdraht d in Berührung zu kommen, weil letzterer seitlich verschoben war, Fig. 7, und der Webedraht nur eine geringe seitliche Bewegung macht. Nun wird das zweite schwache Rohr in den Winkel y1 eingeführt, die Lade vor und zurückbewegt, wobei die Rollen x aus dem rechtsseitigen Schlitzzweig in den linksseitigen gelangen und das zweite Stäbchen festgewebt ist. Bei dieser Manipulation blieben sowohl Haupt- als auch Verstärkungsdraht