Text-Bild-Ansicht Band 282

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eingetragen. Durch Einrücken der Maschine wird Schneckenrad f mit Welle W in Drehung versetzt; die Klinke h greift oben in einen Ausschnitt des Randes g1 ein und nimmt auf diese Weise das Stirnrad g mit, welches seine Bewegung den Stirnrädern i der Spindeln D und damit diesen selbst mittheilt. Durch diese Drehung schlingt sich der Bindedraht der Spulen I schraubenartig um den Kettendraht und legt sich dabei um das Holzstäbchen. Gleichzeitig hat Welle W durch die konischen Räder e und e1 die unrunde Scheibe l in Drehung versetzt, welche durch Rollenhebel m2, Welle W2, Hebel m1 und Verbindungsschiene die Lade nach vorn bewegt hat, wenn die Spindel ihre Umdrehung beginnt. Beim Beginn des Umwindens hat Lade F das Holzstäbchen bereits um ihren Hub vorgeschoben, dadurch das Gebinde festgezogen und bleibt hier durch die Form der unrunden Scheibe l während 90° Umdrehung der Welle W in Ruhe. Da nun die Räder i halb so gross als g sind, so haben die Spindeln D während dieser Ruhe sich um 180° gedreht; die Spulen I stehen diametral der in Fig. 27 gezeichneten Stellung. Jetzt drehen sich die Spulen wieder nach oben, die Lade beginnt ihre Rückwärtsbewegung und beide kommen gleichzeitig in der in Fig. 27 gezeichneten Lage an. Ist die Spule in diese höchste Stellung gelangt, so tritt der Stift h1 der Klinke h unter die schiefe Ebene des Armes k und hebt die Klinke h aus. Das Schneckenrad nimmt also Stirnrad g nicht weiter mit und die Spindeln D stehen während einer Drehung der Welle W um 180° still. Auch die Rolle n des Hebels m2 ist auf einem Ruhegang der unrunden Scheibe l angelangt und bleibt während 90° Drehung der Welle W in Ruhe. Da bei Beginn dieser Ruhestellungen von Spindeln und Lade ein neues Fach gebildet wird, so hat der Arbeiter jetzt Zeit, ein neues Holzstäbchen in dieses einzutragen. Nach 90° Umdrehungsstillstand beginnt die Lade F vorzugehen, schiebt das zweite Stäbchen fest an das erste und zieht das Gebinde fest. Ist diese Manipulation beendet, so beginnen erst die Spindeln D wieder ihre Drehung, bei welcher die Lade in ihrem grössten Ausschlage nach vorn stehen bleibt; der Draht der Spulen I umwindet das neue Stäbchen und den Kettendraht, wie vorhin, worauf sich der Arbeitsvorgang wiederholt.

Die Maschine wird auch leicht so einzurichten sein, dass nach jeder Umwindung eines Stäbchens der Trägerdraht vom Bindedraht noch einmal umschlungen wird, um so eine sichere und festere Verbindung für jedes Stäbchen zu erzielen.

Textabbildung Bd. 282, S. 257
Die Maschine zur Herstellung von Rohrmatten von P. Stauss und H. Ruff in Cottbus (D. R. P., Kl. 86, Nr. 24884), Fig. 30, ermöglicht sowohl die Herstellung von einfachen Rohrmatten, Fig. 31 und 32, als auch von Doppelrohrmatten. Im ersteren Falle werden die Rohrhalme auf Trägerdrähten durch Umwinden mit Bindedrähten befestigt, und im letzteren Falle wird eine Lage Rohr unterhalb und eine zweite Lage halb so starkes Rohr als das erste oberhalb der Trägerdrahtkette mittelst der rotirenden Bindedrähte festgebunden. Die für die Anfertigung der Matten wirksamen Mechanismen sind auch hier wieder hohle Spindeln f, durch welche die Trägerdrähte d geführt sind, und auf diesen Spindeln befestigte Spulen k mit Bindedraht m. Die Spulen werden auf den Spindeln durch einen Bügel l festgehalten, welcher zugleich als Führung für den Webedraht m dient und welcher Bügel auf der Spindel festgestellt wird, so dass er mit derselben sich dreht. Die hohlen Spindeln f sind in je zwei Lagern h gelagert, welche letztere in Schlitzen der Unterlagsschienen b verschiebbar sind und durch Klemmschrauben in gewissen Entfernungen von einander festgestellt werden können. Dies hat den Zweck, die Trägerdrähte in verschiedenen Entfernungen einweben zu können. Auf den Spindeln f sind Kettenräder n befestigt, die durch eine Kette verbunden sind, so dass die Drehung der einzelnen Spindeln gleichmässig erfolgt. Eine der Spindeln, ist mit einem Kegelrad p versehen, das sämmtliche Spindeln mittelst der Kette in Bewegung setzt und seine eigene Bewegung durch das Kegelrad q erhält, welches auf der Welle r sitzt. Die Bewegung dieser Welle sowie der übrigen Mechanismen wird von der Schwingbewegung der Lade abgeleitet.

Textabbildung Bd. 282, S. 257
Die Arbeitsweise der Maschine für die Anfertigung der einfachen Rohrmatten ist folgende: Die Lade wird rückwärts bewegt, dadurch drückt die an derselben angreifende Stange u am Ende ihrer Bewegung den Hebel u1 durch Anschlag an den Stift w zurück und die Sperrklinke