Text-Bild-Ansicht Band 283

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mit Röhrchen c2c2, damit das vom Injector nach oben geführte, noch ziemlich reine Wasser sofort wieder nach unten fliessen und sogleich wieder in Verwendung kommen kann.

Die Gerstenwaschvorrichtung von Eduard Schleifenheimer, Braumeister in Berka an der Ilm (D. R. P. Nr. 53497) besteht in einem Quellstock, der gleichzeitig einen Gerstenwäscher in sich vereinigt, so dass es zum Quellen und Waschen der Gerste nicht mehr zweier gesonderter Apparate bedarf. Ausserdem enthält der neue Quellstock noch eine Einrichtung, mit deren Hilfe dem quellenden Getreide Luft zugeführt wird. Fig. 4 stellt den neuen Quellstock in der Ansicht mit zum Theil fortgenommener Wandung dar. Der Weichstock besteht aus dem mit konischem Boden versehenen Behälter A, in dessen Mitte die von den Winkelrädern B und C betriebene Welle h in das Querstück E gelagert ist. Die Welle ist zum Theil hohl und mit Löchern oder Schlitzen versehen, und ruht mit dem unteren bis auf eine kleine Oeffnung o geschlossenen kugelförmigen Ende in dem Ablasstutzen F des Quellstockes. Die hohlen, gleichfalls durchbrochenen Arme h1 dienen als Rührwerk. Der Ablasstutzen F ist durch eine Kappe G geschlossen, die durch einen Pressbügel H geschlossen wird. Im oberen Theil des Quellgefässes A ist eine kastenförmige Ausbauchung angeschlossen, von der aus ein Zweigrohr g nach dem an den Ablasstutzen F angeschlossenen Wasserableitungsrohr führt. Ein mit dem Abstellhahn d versehenes Frischwasserrohr c führt ebenfalls zum Ablasstutzen F und nimmt das abstellbare Luftrohr l auf, welches von dem Luftdruckbehälter K zugeleitet ist. Eine Abzweigung b des Frischwasserrohres c leitet Wasser von oben in den Quellstock, und ebenso befördert das Rohr a die Gerste von oben in das Gefäss A. An dem oberen Ende der Welle h ist eine Schnur s befestigt, die über eine Rolle führt und zum Anheben der Welle unter gleichzeitigem Ausrücken des Antriebsrades B dient.

Der Quellstock wird folgendermassen benutzt: Das Gefäss A wird durch das Rohr b mit frischem Wasser gefüllt und durch Rohr a wird Gerste zugeschüttet. Während dessen wird die Welle h in Gang gesetzt, bis sämmtliche Gerste in den Behälter gelangt ist. Hat die gute Gerste sich gesetzt, so wird der Hahn d des unteren Frischwasserrohres c geöffnet, und das Wasser tritt nun von unten durch die Oeffnungen der Welle h und durch die Rührarme h1 in den Behälter A ein, wobei es gleichmassig zwischen die Gerste vertheilt wird.

Die todte Gerste, sowie die Unreinigkeiten gelangen hierbei mit dem abfliessenden Wasser in den Kasten f. Darauf wird das Rührwerk hh1 wieder in Thätigkeit versetzt und rührt nun die Gerste kräftig durch, wobei das von unten emporsteigende Wasser alle Unreinigkeiten mitnimmt und ebenfalls in den Kasten f abführt. Nachdem so die Gerste gewaschen ist, wird das Rührwerk wieder abgestellt und durch Rohr e das Wasser aus dem Behälter A abgelassen. Hierauf wird durch Rohr c wieder frisches Wasser in den Behälter A eingelassen, aber gleichzeitig der Abschlusshahn des Luftzuflussrohres l geöffnet, so dass nunmehr mit dem Zufluss von frischem Wasser gleichzeitig Luft in den Quellstock einströmt. Die Menge der zuzulassenden Luft richtet sich nach der Qualität der Gerste. Ist die Gerste quellreif, so wird das Wasser wieder durch Rohr e abgelassen, darauf die Pressbügel H ab- und die Kapsel G herausgenommen und darauf die Welle h vermittelst der Schnur s emporgehoben, so dass die quellreife Gerste aus dem Quellstocke frei ausströmen kann.

Neuerungen an verstellbaren Schüttelsieben

sind von Gustav Eisner und Joseph Areli (D. R. P. Nr. 48774) construirt worden.

Textabbildung Bd. 283, S. 8
Textabbildung Bd. 283, S. 8

Das stellbare Schüttelsieb (Fig. 5 bis 10) ist dadurch charakterisirt, dass die Siebfläche aus einer Reihe paralleler in einer Ebene liegender Eisenstäbe gleichen eigenthümlichen Querschnittes besteht, welche an ihren beiden Enden um Zapfen drehbar gelagert sind. Die Querschnitte dieser Stäbe, sowie deren gegenseitige Lage müssen der Bedingung entsprechen, dass eine