Text-Bild-Ansicht Band 283

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versehen, und alle diese Apparate verbindet hinter einander eine besondere Leitung I. Die sämmtlichen an den Nebenposten aufgestellten Fernsprecher sind dagegen durch eine andere Leitung II verbunden. Die Leitung I ist ferner auch in sämmtlichen Nebenposten, sowie die Leitung II in alle Hauptposten durchlaufend eingeführt und die letztere ausserdem daselbst – wie die Figur ersehen lässt – zur Erde angeschlossen. Ein Hauptposten, beispielsweise von der Lage und Beschaffenheit der Station E, würde nun des Weiteren mit einer in Fig. 15 dargestellten Schaltvorrichtung 1, 2, 3, 4, 5 ausgerüstet, welche es ermöglicht, den dort befindlichen Fernsprechapparat S, der normal vermöge der Stöpsel S1 und S2 in die Hauptleitung I (Fig. 14 und 15) geschaltet ist, in jede der Nebenpostenleitungen lr, su und ki einzuschalten, indem einer der Stöpsel S1 oder S2 aus der Contactklinke 1 bezieh. 2, wo sie in der Regel zu stecken haben, herausgenommen und in die Klinke 2, 3 oder 4 gebracht wird.

Textabbildung Bd. 283, S. 58
Textabbildung Bd. 283, S. 58
Textabbildung Bd. 283, S. 58

Beim Lösen der Normalschaltung, d. i. also beim Herausziehen von S1 oder S2 aus 1 bezieh. 5 schaltet sich ein besonderer Wecker W an Stelle des Fernsprechers in die Hauptlinie ein, um einen von dort etwa während der Umschaltung einlangenden Anruf durch einen ganz eigenen, auffälligen, von dem Geklingel des gewöhnlichen, normalen Fernsprechweckers wesentlich unterschiedenen Ton zu kennzeichnen. Die anderen Hauptposten sind mit ähnlichen, den Umständen angepassten Klinkeneinrichtungen versehen, wie dies z.B. Fig. 16 hinsichtlich des Hauptpostens (Endstation) G (Fig. 14) ersichtlich macht. Der Fernsprechapparat S ist hierbei mit dem Stöpsel s3 durch die Klinke b einerseits an die Leitung I angeschlossen, während andererseits durch den Stöpsel s4 die Verbindung zur Erde führt. Leitung II liegt durch Klinke 7 an Erde; wird der Stöpsel 3 aus Klinke 6 herausgenommen, so schaltet sich der Wecker W an Leitung I. Jede der Nebenstationen aber erhält eint Schaltvorrichtung, wie sie Fig. 17 zeigt. In der normalen Ruhelage ist der Fernsprechapparat S in der Leitung II eingeschaltet, indem ein Stöpsel s5 mit Doppelcontact die Klinken 11 und 12 über S verbindet. Wird hingegen der Stöpsel ausgezogen und zwischen den Klinken 9 und 10 eingesteckt, so schaltet man dadurch S in die Leitung I, während die Leitung II zwischen 11 und 12 durch das Zusammenfedern dieser beiden Klinken in directen Schluss gelangt. Mithin kann jeder Nebenposten mit den Posten der Hauptleitung in unmittelbaren Verkehr treten, während diese wiederum nach Erforderniss – was übrigens doch nur in Ausnahmsfällen vorkäme – Verbindungen mit anderen Nebenstrecken vermitteln können.

Eine der früher bereits erwähnten Fortschellvorrichtungen, welche s. Z. bei fränkischen Localbahnen in Gebrauch genommen wurden, war bei Berliner (Hannover) ausgestellt. Dieses in Fig. 18 skizzirte Relais wird an geräuschvollen Posten, z.B. in Maschinenräumen, Heizhäusern u.s.w., oder an Posten, die nicht dauernd beaufsichtigt sind, an Stelle des Anrufweckers oder auch nebst demselben eingeschaltet und hat die bekannte Aufgabe, beim erfolgten Anruf den localen Stromkreis eines an beliebiger Stelle angebrachten, beliebig kräftig zu wählenden Weckers zu schliessen, indem der durch den Anrufstrom erregte Elektromagnet den Anker A anzieht, demzufolge der dreiarmige Hebel abm das Auflager beim Naschen p verliert und durch die Feder F mit b auf die Contactschraube c gelegt wird. Die Rückstellung geschieht von Hand durch Anziehen der Schnur nm.

Textabbildung Bd. 283, S. 58
Für Eisenbahnzwecke geeignete Fernsprechanordnungen waren weiters noch in grosser Zahl und vorzüglicher Ausführung ausgestellt (vgl. 1891 282 * 112) von E. Fein (Stuttgart), C. Theodor Wagner (Wiesbaden), Gebr. Naglo (Berlin), Czeija und Nissl (Wien) u. v. A.

Neuerungen auf dem Gebiete der Mälzerei.

Von Prof. Alois Schwarz in M.-Ostrau.

(Schluss von Seite 6 d. Bd.)

Mit Abbildungen.

Ein Apparat zum Auflockern und Transportiren von Grünmalz (D. R. P. Nr. 52438) ist von Emil Abraham in Berlin vorgeschlagen worden und soll dieser die zum Auflockern des verfilzten Grünmaterials übliche Handarbeit ersetzen.

Der Apparat (Fig. 11) besteht aus einer Transportvorrichtung A, welche in den Malzhaufen eingeführt wird, und deren einzelne Schaufeln das Schwelkmalz anheben und es auf den hinter der Transportvorrichtung A