Text-Bild-Ansicht Band 4

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hatte, beschrieb ich einige, bereits in Deutschland, Schweden und Rußland, mit mehr oder weniger Erfolg versuchte Rectificatoren, und erzählte bei Gelegenheit des neuen patentirten, mir noch unbekannten Lenormandischen Apparates, einige von mir, mit Hoffnung eines günstigen Erfolges angestellte Versuche, im luftleeren Raume zu destilliren.

Dieser Aufsaz hat Leser gefunden, denen eine Uebersicht, wie diese, nicht unwillkommen gewesen ist. Es sind indessen dem Verfasser, aus Briefen über denselben, einige Auszüge mitgetheilt worden, die ich hier mit wenigen Worten berühren will.

»Es ist auffallend, heißt es unter anderen in einem derselben, wie vieles, was dort (im nördlichen Deutschland) längst erfunden und allgemein eingeführt ist, in Augsburg und München theils noch unbekannt ist, theils als dortige Erfindung, gewiß bonafide betrachtet, zum Theil als Geheimniß behandelt wird. Zum Beispiel, die in Hinsicht der verbesserten Branntweingeräthe oder Apparate (2. Bd. Heft 4. des P. Journ. S. 417) als wahrscheinlich von Lenormand angewandt, beschriebenen kleinen Apparate zum Operiren im luftleeren Raume. Dieses (nur um vieles einfacher) wird seit fast drei Jahren von den meisten Branntweinbrennereien in Benin mit Nuzen gebraucht. Der Kaufmann Pistorius hat solches zuerst bei seinem patentirten Apparat (welchen Hr. Marechaux nicht zu kennen scheint) angewandt.«

Da Herr Pistorius ungeachtet verschiedener mündlichen, schriftlichen, sogar öffentlichen Aufforderungen des Hrn. Prof. Gilbert, nicht damals für gut fand, seinen Apparat zur öffentlichen Bekanntmachung in den schäzbaren Annalen der Physik zu beschreiben, so hielt ich es nicht für rathsam, dasjenige, was ich davon wußte, und mangelhaft oder unrichtig seyn konnte, dem Publikum mitzutheilen, und zwar da dieser Apparat, in Bezug auf die Anwendung des Prinzips, dessen