Text-Bild-Ansicht Band 4

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und die Gesichtspunkte kennen lernen, die, bei Würdigung solcher Geräthe, in Erwägung gezogen werden müssen, und Niemand durch die Wahl eines fehlgeschlagenen Apparats, an dem Nichtgelingen einer kostspieligen Einrichtung Ursache nehme, die Wissenschaft zu beschuldigen.

Mit den Brennereien der Hrn. Pistorius und Dorn in Berlin, und des Hrn. Schirmer in Lichtenau, und den Apparaten des Hrn. Dr. Romershausen werde ich den Anfang machen. Ich finde die Beschreibung der drei ersteren in der landwirthschaftlichen Zeitung für daß Jahr 1820. (Herausgegeben von H. Schnee, Halle bei Hemmerde und Schwetschke.)

2. Brennerei des Hrn. Pistorius in Berlin.

a. Fig. 1. Tab. IV. Maischblase, mit ihrem gebogenen Helmrohr.

b. Maischwärmer, mit seinem gebogenen Rohr.

Jede dieser beiden Blasen hält ungefähr 35700 Pariser Kubikzoll, – ungefähr 11 baiersche Eimer; der Eimer zu 3233 1/2 Pariser Kubikzoll.

Wenn die Zeichnung nach einem Maßstabe, der indeß hier fehlt, entworfen ist, so ist die Blase ungefähr im Durchschnitt 5 mal so breit als sie hoch ist. Sie könnte also auf 10 Zoll Höhe, 5 Fuß im Durchmesser halten. Sie läuft in weniger als einer Stunde ab.

Wir erfahren nicht, ob die Konstruktion dieses Apparats auf Erfahrungen und Versuche gebaut wurde, oder bloß die Ausführung einer Idee ist, die ein befriedigendes Resultat einigermaßen gerechtfertigt hat. In diesem Dunkel kann es gestattet seyn, mit dem Maßstabe der Theorie, die Wirkung desselben auszumessen.

Man sieht bald, daß die Maischblase hier die Stelle des ersten Eyes im Adamschen Apparate vertritt, mit dem Unterschiede, daß Adam den, in seinem ersten ovalen Gefäße enthaltenen, Wein bloß durch die darin strömenden Dämpfe