Text-Bild-Ansicht Band 4

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verengt, wie sie sich nach dem Rande der Gefäße hin begeben. Diese mittlere Schichte sieht rund herum von den Seitenwänden um einen Zoll ab, und durch diese Oeffnung erheben sich die Dämpfe zu jedem darüber stehenden Gefäße hin.

m. Rohr durch welches das Pflegma, welches sich in dem Rectificator sammlet, abfließt.

n. Eine Wasserschichte, die auf der Oberfläche eines jeden der dreien Gefäße des Rectificators, vermittelst eines einige Zolle hohen Randes gehalten wird.

Auf dem untersten Gefäße erreicht das Wasser 70° Reaumur, auf dem mittleren 60°, auf dem obersten 50°.

o. Röhre, durch welche das Wasser aus dem Refrigerator oder Kühlfasse dem oberen Gefäße des Rectificators zugeführt wird.

Dieser Rectificator ist zum Theil nach der Isaak Berardschen irrigen Ansicht zusammengesezt. Dieser bildete sich ein, daß die Zerlegung der Dämpfe besonders befördert wird, wenn man ihrer Zirkulation Hindernisse in den Weg legt: da doch die Zerlegung derselben nur unter diesen Umständen befördert werden kann, wenn die Dämpfe bei einer zur Trennung des Wassers vom Alkohol günstigen Temperatur verlangsamt werden, es sei durch Anstoß an dazwischen liegende Körper, oder indem man sie zwingt, längs derselben oder in denselben, wenn sie durch eine Flüssigkeit gehn, einen längeren Weg zu nehmen.

Diese Bedingung entging Berard, der sich einbildete, daß es hinlänglich sei, um das Pflegma vom Geiste zu scheiden, den Dämpfen die Durchgänge zu erschweren.

Obgleich er auf diese neue Ansicht sein Erfindungs-Patent bekam, so sorgte er dabei doch, daß bei seinen vielen Querwänden die Dämpfe von einem Diaphragma zum andern, durch das sich auf denselben sammelnde Pflegma,