Text-Bild-Ansicht Band 4

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r. Röhre, durch welche die condensirten Dämpfe in das darunter stehende Faß laufen. Die Röhre stekt luftdicht in dem Spundloche des Fasses. Dieser Theil der Zeichnung ist in dem Original nicht deutlich angegeben, und die Konstruction dieses Theils des Apparats kann nicht von der Figur abgelesen, sondern muß bloß errathen werden.

s. Gebogenes Rohr, welches mit der Schlange im Kühlfasse mit dem Fasse durch das nach unten zu gebogene Rohr r, und mit t, einem Wasserbehälter, in welchem es sich öffnet, taucht.

Da sich aus der Maische eine große Menge kohlensaures Gas entwickelt, so wird dieses vor der Röhre s durch das in dem Gefäße t befindliche Wasser abgeführt, so wie es sich anhäuft; zugleich wird auch der aus dem Fasse, durch den Branntwein der sich darin sammelt, herausgetriebenen Luft auf eben diesem Wege, der Ausgang verschafft.

Das ist also die Zusammensezung eines Apparats, von welchem viel gesprochen worden ist.

Wenn die Zeichnung nicht trügt, und ich sie recht verstanden habe, so folgt aus dem bisher Gesagten:

1) Daß die Verbindung der ersten Blase mit der zweiten zur Rectification der Dämpfe, wenig und zur Beschleunigung der Arbeit kaum beiträgt.

2) Daß das Mittelblech im Rectificator ohne Nachtheil wegbleiben konnte.

3) Daß dagegen die Rectification gewinnen wurde, wenn das Wasser auf dem ersten Rectificator minder warm gehalten würde.

4) Daß die Destillation in keinem luftleeren Raume vor sich geht, es sei denn, daß man dadurch die Abwesenheit der atmosphärischen Luft versteht; aber auch diese ist in den unteren Windungen der Schlange zurückgeblieben, wenn sie auch sonst aus den übrigen Theilen des Apparats durch