Text-Bild-Ansicht Band 4

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Stoffen einen großen Ueberfluß haben, und wenn man bemerkt hat, daß Brandweine in luftleeren Räumen erzielt, einen besseren Geschmack hatten, so rührte dieses lediglich von jenem Umstande her, und nicht von der Berührung der Alkohol haltenden Dämpfe mit der atmosphärischen Luft. – Ein Vorurtheil, welches ich mich erinnere schon anderswo gelesen, oder wenigstens gehört zu haben.

Der Verfasser des oben angeführten Schreibens scheint daher mit den Grundsäzen der Naturlehre, und mit den Haupterfordernissen der Destillirkunst nicht bekannt zu seyn, und meinen Aufsaz hierüber sehr flüchtig gelesen zu haben. Ich besorgte sogar damals über so allgemein bekannte Dinge zu umständlich gewesen zu seyn. Man sieht hieraus, wie ungerecht der Sachverständige verfährt, wenn er demjenigen, der die Grundsäze der Wissenschaft zu verbreiten sucht, deshalb tadelt, weil er das längst bekannte umständlich wiederhohlt.

Herr Pistorius erhält aus einem Berliner Scheffel (2753,952 Par. Kubikzolle 10 Berliner Quart. (59 1/2 Paris. Kubikschuh) Brandwein, zu 60 Prozent nach dem Richterischen Alkoholometer. Da der baiersche Scheffel 11209,5989 Pariser Kubikschuh enthält, so ist er viermal größer, und würde daher 44 baiersche Maß Branntwein zu 60 pCt. abwerfen. 60 pCt. entsprechen ungefähr 25 Grad Beaume Brandwein zu 25 Grad Beaume, wenn er in Branntwein zu 20 Grad verwandelt wird, nimmt dem Volumen nach um 1/4 zu. Hrn. Pistorius Apparat würde daher von einem baierschen Scheffel 55 Maß Brandwein erhalten, welches das wenigste zu seyn scheint, was man hier zu Lande aus einem Scheffel Roggen zieht.

Wenn man von diesen lezten Angaben ausgeht, so läßt es sich nicht leugnen, daß Hrn. Pistorius Apparat den Zweck erreicht, den er sich wahrscheinlich vorgenommen hat; denn