Text-Bild-Ansicht Band 4

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der Branntwein, den er erzeugt, ist stärker als er zum gewöhnlichen Gebrauche erforderlich ist: es folgt bloß aus der obigen Würdigung der dazu angewendeten Mittel, daß dieser Zweck mit geringerem Kostenaufwande hätte erreicht werden können. Hr. Graf Subow kann mit seinem einfachen Rectificator Branntweine von demselben Gehalte erzielen. Wer die vorzüglich gute Feuerung des Hrn. Pistorius, und die flache Form seiner Blasen beibehalten will, welche beide sehr zweckmäßig sind, so darf man nur um eine hinlängliche Rectification zu erhalten, das Helmrohr der zweiten Blase bis nahe an den Boden eines hölzernen oder kupfernen Gefäßes führen, die Hälfte dieses Gefäßes mit einer Querwand durchschneiden, den oberen Theil mit Wasser füllen, und die in den unteren Raum des Gefäßes geleiteten Dampfe durch ein durch die Querwand und das Wasser gehendes Rohr in die Schlange führen. Stärker würde der Branntwein seyn, wenn, anstatt des Rohres, der Solimanische in Zigzag gebogene Rectificator in dem oberen mit Wasser gefüllten Theile angebracht wäre. Sehr leicht wäre es alsdann, wenn man noch stärkeren Branntwein verlangte, die Zahl solcher Rectificatoren zwischen dem Kessel und der Blase zu vermehren. – Die Vorkehrung, die zur Destillation im luftleeren Raume dienen soll, müßte als vollkommen zwecklos wegbleiben.

Diese Art von Rectificatoren, welche den Zweck dadurch erreichen, daß die Dämpfe durch das sich sammelnde Pflegma ziehen, sind deshalb vorzuziehen, weil der Weg, den die Dämpfe durchstreichen, sich verlängert, wie die Destillation fortschreitet, das heißt, wie die Dämpfe wasserreicher werden.

3. Brennapparat des Hrn. Fabrick-Kommissarius Dorn in Berlin.

Hr. Joh. Fried. Dorn hat ebenfalls in seiner Brennerei Rectificatore angebracht. Sein Apparat besteht aus folgenden Elementen.