Text-Bild-Ansicht Band 129

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vergrößertem Maaßstabe und mit den nöthigen Modificationen hinsichtlich der Schraubensteigung und des Verhältnisses des Räderwerks ausgeführt, auch auf größere gewundene Arbeiten Anwendung finden könne, und daß, je nachdem die Form des schneidenden Meißels beschaffen ist, die Windungen statt der mit scharfem Rand abwechselnden Hohlkehlen auch in Gestalt von Rundstäben und anderem Leistenwerk ausgeschnitten werden können, ist leicht zu erkennen.

Die Maschine ist hier gezeichnet, wie sie am solidesten von Eisen ausgeführt wird, und so eingerichtet, daß man cylindrische, conische und bauchige Formen, links oder rechts gewunden, drei-, vier-, fünf- und sechsgängig auf derselben schneiden kann. In allen Figuren bezeichnen die gleichen Buchstaben einerlei Maschinentheile.

a, b und c sind die Platten des Gestells; d, d, d, d vier Säulen, von denen in Fig. 21 nur zwei zu sehen sind, mit Schrauben und Muttern an den Enden, durch welche die Platten in der gehörigen Entfernung von einander fest verbunden sind. Zu diesem Behuf sind zwischen b und c cylindrische Hülsen e, e, e, e über die Säulenzapfen geschoben und diese, so weit sie durch b und c treten, viereckig angesetzt.

Durch die Mitte der Platte a läuft die Spindel f. Vornen hat sie ein viereckiges Loch zur Aufnahme des einen Endes der zu windenden Arbeit, hinterwärts auf viereckigem Ansatz ein Zahnrad von 60 Zähnen, g; ihr hinterer Zapfen dreht sich in einem über die Platte a herlaufenden, auf beiden Seiten angeschraubten Bogen h; eine Feder i läßt das Zahnrad nicht rückwärts weichen.

Correspondirend mit der Spindelachse läßt sich in der Mitte der beiden Platten b und c eine runde, vorn eine Strecke weit flach angefeilte Pinne k, Fig. 21 und 22, passend hin- und zurückschieben, auf deren Spitze das andere Ende der Arbeit sich dreht und die durch die Stellschraube l, Fig. 21 und 24, mittelst der Schere m, welche zwischen den Platten b und c auf die Pinne drückt und deren Mutter in einem in Fig. 21 weggelassenen, in Fig. 24 durch n bezeichneten Deckplättchen sich befindet, festgestellt werden kann. Die Art der Befestigung des letztern ist aus Fig. 24 ersichtlich. Ein zweites winkelförmiges Deckplättchen n', Fig. 23, ist an die Platte a angeschraubt; beide nehmen die vier später vorkommenden Stellschrauben u, u, u, u auf.

Zu beiden Seiten der zwischen Spindel und Pinne eingespannten Arbeit und in gleicher Entfernung von derselben, jedoch etwas mehr gegen den obern Rand der drei Platten, sind die Lager für die zwei Leitschrauben o, o durchbohrt, welche den Schlitten p während des Ausschneidens