Text-Bild-Ansicht Band 129

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in den Eingriff und schneidet durch Umdrehen der Kurbel den zweiten Gang; so fährt man fort, bis sämmtliche Windungen ausgeschnitten sind.

Je nachdem Holz und Meißel beschaffen ist, kann es nothwendig werden, die Arbeit zweimal durchzuschneiden, zuerst seichter und dann erst in der verlangten Tiefe und Weite, wobei die Arbeit reiner ausfällt.

So wie die Maschine gezeichnet ist, liefert sie links gewundene Arbeit; soll diese rechts gewunden seyn, so bringt man den Trieb z auf die andere Leitschraube und befestigt einen andern Meißel, der dieser Windung entspricht, andererseits auf den Schlitten. Die Auskehlung der Schneide richtet sich eben so nach der verlangten Tiefe und Weite der Gänge.

Die Berechnung der Steigung einer einzigen Windung, der Länge der Arbeit nach gemessen, so wie der einzelnen Gänge, je nachdem diese 3, 4, 5 oder 6 Gänge bekommen soll, geschieht, indem man das Verhältniß der Zähne-Anzahl des Triebes z in die des Zahnrades g (bei einem Siebener-Trieb = 60/7 = 8 4/7) mit der Steigung der Leitschraube (1 1/2''') multiplicirt, was hier 12 6/7''' für Eine Windung, bis dieselbe einmal um die Arbeit herumkommt, ergibt.

Schneidet man nun 3gängig, so ist jeder Gang 1/3 von 12 6/7''' = 4 2/7''', 4gängig 1/4 von 12 6/7 = 3 1/5''', 5gängig = 2 4/7''' und 6gängig 2 1/7''' breit in der Richtung der Achse der Arbeit.

Bei einem Achter-Trieb hingegen, unter Beibehaltung der übrigen Daten, ist 60/8 = 7 1/2 und 1 1/2mal 7 1/2 gäbe 11 1/4''' für eine Windung. Ein Gang ist daher hier bei 3gängigem Schnitt (11 1/4)/3 = 3 3/4''', 4gängig = 2 4/5''', 5gängig = 2 1/4''' und 6gängig = 1 7/8''' in der Weite.

XLIV. Maschinen-Webestuhl ohne Schiffchen für schmale Artikel, von Hrn. Unsworth in Derbyshire.

Aus Armengaud's Génie industriel, Juni 1853, S. 327.

Unter den interessanten Gegenständen auf der allgemeinen Ausstellung zu London, die sich auf die Gewebe bezogen, bemerkte man eine sonderbare