Text-Bild-Ansicht Band 129

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para-circulaire nennt, und welche er durch seine spulenförmigen Elektromagnete (électro-aimants circulaires) mit größerm Erfolge zu ersetzen denkt, ist die auf Seite 5 des erwähnten Bandes CXXI angegebene, und besteht darin, daß die Triebräder der Locomotive in der Nähe der Schienen von Drahtspulen umgeben sind, welche von den Schienen und Radkränzen gehörig abstehen, um kein Hinderniß für die Bewegung abzugeben. Ueber den Versuch selbst spricht sich Hr. Nickles folgendermaßen aus.

„Die Locomotive, welche mir zur Verfügung gestellt worden, war eine Maschine von 28 bis 30 Tonnen mit vier gekuppelten Rädern. Man wollte, daß ich mit diesen vier Rädern den Versuch anstelle; aber dieses Verlangen konnte nicht erfüllt werden, weil die Maschine bei gekuppelten Rädern mehr Adhärenz als Kraft besaß, und daher für die Anwendung des Magnetismus kein Erfolg erzielt werden konnte. Die Räder wurden also entkuppelt, so daß die Maschine nur zwei Triebräder hatte und mit diesen der Versuch gemacht.“

„Die neuen Verhältnisse, in welche ich mich versetzt fand, erregten mir unerwartete Hindernisse; denn die praktische Ausführung führt Beschränkungen mit sich, welche die rein wissenschaftlichen Untersuchungen nicht kennen. Die wesentlichsten Punkte, welche meine ganze Beachtung in Anspruch nahmen, waren die Batterie und besonders die Drahtspulen; diese letztern deßwegen, weil sie einmal gefertigt, nicht mehr geändert werden konnten, während man durch eine verschiedene Combination der Elemente der Batterie im Stande ist, die Spannung derselben dem Widerstand des Leitungsdrahtes entsprechend zu vermehren oder zu vermindern. Es gelang mir, diese Uebereinstimmung zwischen dem Widerstande der Batterie und dem des Leitungsdrahtes zu erreichen, ohne daß beide eine zu große Ausdehnung erhielten.“

„Der Draht hatte 4,5 (Quadrat?) Millimeter im Querschnitt und eine Länge von 1036 Meter; jede Spule erhielt davon die Hälfte und wurde aus 216 Windungen gebildet. Die Batterie bestand aus 64 Bunsen'schen Bechern; jeder Kohlencylinder hatte 0,911, das eingetauchte Zink 0,9148 (Quadrat?) Meter Oberfläche. Diese 64 Elemente waren in 8 Kästen vertheilt, von denen jeder 8 Fächer enthielt und mit Gutta-percha ausgelegt war. Die ganze Batterie war hinter dem Tender aufgestellt, wo sie der Bedienung der Maschine nicht hinderlich war und der von ihr eingenommene Raum im ganzen Zug wenig bemerkbar wurde. Die Leitungsdrähte waren in Röhren von Gutta-percha eingeschlossen und diese selbst noch mit Leder umgeben, das überall, wo die Röhren sich