Text-Bild-Ansicht Band 129

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erneuert und jedes Eisentheilchen des Elektromagneten seinen Antheil an anziehender Kraft liefert“; wie dem aber auch seyn möge, so könne die Abnahme der anziehenden Kraft bei den gewöhnlichen Geschwindigkeiten der Locomotiven nur wenig betragen, da sie bei einer Geschwindigkeit von 2000 Umdrehungen in der Minute86) nicht wahrnehmbar gewesen sey.

Ob sich übrigens diese Art der Magnetisirung bei den Rädern einer Locomotive mit mehr Vortheil als die frühere anwenden lasse, darf füglich bezweifelt werden, besonders wenn man die Kosten derselben in Rechnung bringt, über die Hr. Nickles ein gänzliches Stillschweigen beobachtet. Es unterliegt jedoch keinem Zweifel, daß diese spulenförmigen Elektromagnete in solchen Fällen gute Dienste leisten können, wo kreisförmige Bewegungen mit vergrößerter oder verkleinerter Geschwindigkeit ohne Stoß, also ohne Anwendung von Verzahnungen, fortgepflanzt werden sollen, und die bei diesen Bewegungen zu leistende Arbeit nicht so groß ist, daß sehr große Drahtspulen und Batterien angewendet werden müßten.

G. D.

XCIV. Zugutemachung der Erze und Verwandlung des Eisens in Stahl durch Anwendung der Elektricität; von den HHrn. Wall und Black zu London.

Aus Armengaud's Génie industriel, Juli 1853, S. 49.

Der Gegenstand der Erfindung ist die Fabrication von Stahl, Kupfer, Zink, Blei, Zinn und ihrer Legirungen.

Was nun den Stahl betrifft, so verwendet man Eisenstäbe, wie sie gewöhnlich zur Stahlfabrication benutzt werden, und bringt sie in die gewöhnlichen Cementiröfen.

Die Eisenstäbe werden mit dem Cementirpulver umgeben, wozu man am besten gleiche Raumtheile Holzkohlenpulver und Kalkpulver nimmt; zu

86)

Diese Geschwindigkeit bezieht sich auf den cylindrischen Anker A., Fig. 24, welcher 0,051 Met. Durchmesser, also 0,16 Umfang hatte, und entspricht daher einer Umfangsgeschwindigkeit von 320 Meter für die Minute.

D.