Text-Bild-Ansicht Band 129

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und mit derselben die Halter mit den glühenden Stangen um 1/4 ihrer Peripherie gedreht. Während nun die Stäbe auf diese Weise gedreht werden, hebt sich der Hammer, der Zahn N wirkt nicht länger auf die Zahnstange, die Platte bleibt stehen und der Hammer wirkt auf die glühenden Stäbe. Indem sich der Hammer nun wieder hebt, bewegt sich die Platte vorwärts, der obere Zahn J kommt in Berührung mit der oberen Zahnstange, und die zu bearbeitenden Eisenstäbe werden in entgegengesetzter Richtung um 1/4 ihrer Peripherie gedreht, um für den nächsten Hammerschlag bereit zu seyn.

Nachdem nun die ganze Reihe von viereckigen Stäben bearbeitet ist, muß die Platte in ihre erste Stellung zurückgeschoben werden, um den Stäben Q wiederum eine Hitze zu geben. Dieß geschieht dadurch, daß man das Triebrad außer Eingriff mit der Zahnstange bringt und die Platte mit der Hand zurückschiebt; oder man gibt dem Rade eine entgegengesetzte Richtung, so daß dasselbe die Zurückschiebung der Zahnstange bewirkt. Ehe das Zurückschieben der Platte erfolgt, muß die geneigte Verbindungsstange von dem Arm K losgehängt werden, so daß die Zähne J eine fast horizontale Lage erhalten und kein Eingriff derselben in die Zähne der Zahnstange stattfindet.

Wir müssen nun von der Form und der Benutzung der Gesenke reden, durch welche die zu schmiedenden Gegenstände die erforderliche Gestalt mittelst der mechanischen Hammerschläge erhalten. Soll z.B. eine quadratische Feile, die von der Angel bis zur Spitze gleichförmig abläuft, geschmiedet werden, so wendet man an der untern Hammerbahn angebrachte Gesenke an, deren vorspringende Theile nicht in gleicher Linie mit einander, sondern in einer diagonalen Richtung liegen, so daß die glühende Stange von der ersten Bahn getroffen wird, welche sie etwas streckt. Der Stab wird alsdann um 1/4 seiner Peripherie gedreht und in entgegengesetzter Richtung der andern Bahn zugeführt, wo er einen zweiten Schlag erhält, und so fort durch die Reihe von Gesenken, von denen jedes die Feile ihrer ablaufenden Gestalt näher bringt, bis sie den letzten Schlag auf die Spitze von der Bahn des letzten Gesenkes erhält.

Die diagonale Linie, auf welcher die Bahnen der Gesenke liegen, weicht in ihrer Richtung in Beziehung zu den parallelen Seiten des Hammers nach der Geschwindigkeit ab, womit die Streckung bewirkt werden muß. In dem Fall, wo der zu schmiedende Gegenstand, nachdem er den letzten Schlag erhalten, abgeschrotet werden muß, folgt auf die Gesenke ein Schrotmeißel, und der Amboß ist ebenfalls mit einem solchen versehen. Man wird bemerken, daß dann der Hieb nicht vollkommen