Text-Bild-Ansicht Band 342

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mit Genehmigung des Ministeriums des Innern ausgebeutet werden. Die Genehmigung wird erteilt, nachdem der Oberste Gesundheitsrat entschieden hat; dieser hat zu prüfen, sowohl ob die Präparate den geltenden Vorschriften entsprechen, als auch ob die Patentinhaber Aerzte oder approbierte Apotheker sind.

Nicaragua. Die Verordnung vom 30. 7. 26 zur Neufassung der Patent- und Handelsmarkengesetze vom 14. 10. 1899 bzw. 21. 11. 07 ist in „La Gaceta“ 1926 Nr. 181 bzw. 177 u. in deutscher Uebersetzung in Nr. 1, 1927, S. 2 des „Bl. f. Patent–, Muster- u. Zeichenwesen“ veröffentlicht worden.

Oesterreich. Im österr. Patentamt sind die Din-Format-Vorschriften seit 1. 1. 1926 in Kraft, Nichtbeachtung wird beanstandet.

Persien, Gemäß Bekanntmachung vom 18. 1. 1927 werden in Persien deutsche Warenzeichen im selben Umfang wie inländische Warenbezeichnungen zum gesetzlichen Schutz zugelassen.

Rußland. S.S.R. Ab 1. 2. 27 muß die Vertretervollmacht gleichzeitig mit den übrigen Anmeldeunterlagen eingereicht werden. Zur Legalisierung der Vollmacht wird im Bedarfsfalle eine Frist von 3 Monaten gewährt.

Togo. Deutsche Patente und Handelsmarken, die am 10. 1. 1920 in Kraft waren, können unter bestimmten Vorbehalten und Bedingungen innerhalb eines Jahres vom Inkrafttreten der Verordnung vom 12. 5. 1926 ab angemeldet werden und laufen ab mit dem bezügl. deutschen Schutzrecht.

Patentanwalt Dr. Oskar Arendt, Berlin W 50.

Neue Preislisten und Werbeschriften der Siemens-Schuckertwerke. Zwei Blätter mit Ansichten von großen Oelschaltern für 100 kV führen die Schwierigkeiten vor Augen, die Elektrizität von weit her mit der nötigen hohen Spannung zu beziehen und an der Empfangsstelle zu beherrschen. – Die gesamte, dann auf die einzelnen Gebrauchsstellen unterteilte elektrische Leistung geht durch die Elektrizitätszähler. Ein Beispiel dafür, und zwar ein sogenannter Elektrolytzähler, wie sie in den letzten Jahren zu großer Vollkommenheit entwickelt sind, ist der in einer der Preislisten beschriebene Wasserstoffzähler, der die Amperestunden durch den aus einer wässerigen Lösung von Phosphorsäure freiwerdenden Wasserstoff angibt. Der Vorzug dieser Art Zähler besteht in der Angabe auch des geringsten Stromverbrauches, während bekanntlich die Motorzähler durch Reibung in ihren Angaben beeinträchtigt werden. – Das große Feld der Sicherungen, die der Strom auf seinem Wege zu der unmittelbaren Verbrauchsstelle durchfließen muß, wird berührt durch die Preisliste über N-Diazed-Sicherungen. Bei ihnen erscheint die Ersparnis an Gewicht und Stoff für die Einsatzpatronen und die Verminderung der Abmessungen bis auf das Aeußerste durchgeführt, ohne daß dadurch die Sicherheit der Wirkung beeinträchtigt wird. – Ein Gegenstück zu den erwähnten, namentlich für den Hausgebrauch dienenden Sicherungsgeräten bilden die großen Schalter für Schwerbetriebe bis zu 10000 A, von denen ein Merkblatt mit Abbildungen spricht. – Zu den jetzt nun schon zahlreichen Geräten, die das häusliche Wirtschaftsleben erleichtern und vervollkommnen, gehört der neue Protos-Bohner zum Reinigen und Polieren von Linoleum, Parkettfußboden usw. Er besteht im wesentlichen aus zwei Rollbürsten, die in einem Gestelle mit Lenkstock gelagert sind, und von einem daran befindlichen kleinen Motor gedreht werden. – Eine Denkschrift „Moderne Beleuchtung in Geschäftsräumen“ gibt Anweisungen über die Wahl der Lampen und der Beleuchtungskörper, um für jeden Fall die zweckdienlichste Beleuchtung zu erzielen, ein Thema, das im Laufe der letzten Jahre endlich die gebührende Beachtung gefunden hat. – Zu der andern Hauptrichtung der Stromverwendung, nämlich zu der Kraftübertragung, gehört die Preisliste über Aufzug-Apparate, die das gesamte zur Steuerung des Motors erforderliche Gerät in Ansichten und Tabellen enthält.

Bücherschau.

Lehrbuch der Technischen Physik. Unter Mitwirkung zahlreicher Fachgelehrter herausgegeben von Dr. Georg Gelhoff. 1. Band. Masse und Messen, Mechanik, Akustik und Thermodynamik. 2. Band. Optik, Elektrik. J. A. Barth, Leipzig. 1924/26.

Das Werk ist nach dem Titel für fortgeschrittene Studenten und Ingenieure bestimmt. Dieser einschränkenden Kennzeichnung bestimmter Leserkreise bedurfte es freilich nicht, denn das Werk ist bis jetzt das einzige seiner Art im deutschen Schrifttume, und jeder wird danach greifen, der Nutzanwendungen der physikalischen Lehren zu machen beabsichtigt. Zunächst als Lehrbuch gedacht, wird sich das umfangreiche Werk mit den zweifellos folgenden Auflagen zu einem Handbuche auswachsen, wie der Herausgeber selbst erwartet. Ohnehin drängt der Stoff von vornherein mehr zu einer Behandlungsweise als Handbuch. Die Kenntnis der reinen Physik ist dabei vorausgesetzt.

Der Herausgeber hat mehr als zwanzig Gelehrte zu gemeinschaftlicher Arbeit heranzuziehen gewußt. Sein eigener Name und die der Verfasser der einzelnen Kapitel bürgen für die Reichhaltigkeit und Gediegenheit des Werkes, Dem Leser wird sehr viel geboten, selbstverständlich wird er aber bei solchem Zusammenarbeiten einer großen Zahl selbständiger Gelehrter nicht nahe Uebereinstimmung in der Darstellungsweise der Mitarbeiter erwarten dürfen. Ist doch schon die Abgrenzung einerseits nach der reinen Physik, andrerseits nach der Technik sehr schwankend. Tatsächlich überschreiten aber die Unterschiede in der Behandlung gewiß das Maß, das der Herausgeber für die schwierige erste Auflage sich selbst gesteckt haben dürfte. Die folgenden Einzelheiten sollen hauptsächlich Beispiele dafür sein.

Die Schallgeschwindigkeit in Wasser bei verschiedenen Temperaturen und Salzgehalt ist jetzt für die Unterwassersignalgeräte und die akustischen Tiefenmesser von Wichtigkeit. Es ist aber