Text-Bild-Ansicht Band 291

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die Faserrichtung längs der Zuführrichtung liegt. Durch diese Wollvorlage wird die Krempel in ganzer Breite gleichmässig und ohne Unterbrechung gespeist.

Textabbildung Bd. 291, S. 35
Bei der Zuführvorrichtung von J. H. Popp in Werdau (D. R. P. Kl. 76 Nr. 60238), Fig. 4, wird das Band mittels Bandlegers B auf einen spitzwinkelig zur Achsenrichtung der Zuführwalzen E der Krempel sich bewegenden Zuführtisch Z parallel zur Arbeitsrichtung der Krempel aufgelegt. Das durch die einzelnen Bandlagen b gebildete Vliess wird daher mit Längsfaserlage der Krempel dergestalt zugeführt, dass die Kehrstellen K K1 der einzelnen Bänder nur an die Seiten der Krempel, also in die Eckfäden gelangen, während jede Bandlage nach und nach alle Vorgarnfäden speist, um eine Gleichmässigkeit des Vorgarnes in Stärke und Melange zu bewirken.

Textabbildung Bd. 291, S. 35
C. E. Schwalbe in Werdau (D. R. P. Kl. 76 Nr. 62927) verwendet für die Zuführung des Materials zur Krempel einen Bandlegeapparat, welcher das von der vorhergehenden Krempel gelieferte Vliessband diagonal auf den Zuführtisch der Krempel legt, um eine Ausgleichung des Vliesses herbeizuführen. Damit die einzelnen Wollhaare aber in der Längsrichtung in die Krempel walzen eingeführt werden, ist vor den Zuführwalzen eine Vorrichtung angebracht, welche die schräg liegenden Haare des Vliessbandes in die Längsrichtung bringt (Fig. 5 bis 9).

Bei der in Fig. 5 bis 7 dargestellten Vorrichtung gelangt das auf den Zuführtisch T diagonal gelegte Vliessband zuerst zwischen die beiden Walzen a1 a2. Hinter diesen ist eine Messerwalze A angeordnet, deren gezahnte Messer s in ihrer Längsrichtung verschoben werden können und bei der Drehung der Walze in eine hin und her gehende Bewegung versetzt werden. Zu diesem Zwecke ist die Walze in festen Büchsen d d gelagert, auf denen schräg liegende Scheiben e e befestigt sind. Diese Scheiben greifen in entsprechende Schlitze der Messer s, so dass sich die letzteren bei der Drehung der Walze in ihrer Längsrichtung verschieben. Die Stellung der Scheiben e e ist dabei derart, dass die auf das Vliessband drückenden Messer die Bandlagen aus der Diagonalrichtung in die Längsrichtung überführen. Unter der Messer walze A sind zwei spiralförmig mit Draht bewickelte Walzen b1 b2 angebracht, welche das Geradestrecken der Haare befördern, so dass die Haare ihrer Länge nach zwischen die Zuführwalzen c1 c2 gelangen.

Eine andere Construction stellt Fig. 8 dar. Die auf den Tisch T diagonal gelegten Bandlagen werden von den Walzen g h erfasst und über ein schräg liegendes Brett n nach unten befördert. Ueber n ist eine Spiral walze i angebracht, welche die diagonal liegenden Bandlagen nach der Seite streicht, so dass sie von den Walzen k1 k2 in senkrechter Richtung abgezogen werden. Von diesen Walzen werden sie auf den kurzen Lattentisch M befördert, über welchem eine Riffelwalze l liegt, die ein weiteres Ger ad strecken der Haare bewirkt. Das gerade gestreckte Material wird darauf den Zuführwalzen c1 c2 übergeben.

Nach Fig. 9 werden die auf den Tisch T diagonal gelegten Bandlagen von den Walzen a1 a2 nach einem kurzen Lattentisch O befördert, über welchem mehrere Rechen p1 p2 angeordnet sind, welche eine hin und her gehende Bewegung, sowie eine Hebung und Senkung in solcher Weise erfahren, dass sie die Fasern in die Längsrichtung bringen. Eine zwischen den beiden Rechen befindliche Druckwalze q klemmt das Fasermaterial zwischen den Rechen fest, so dass die Rechen in der erforderlichen Weise auf das Material einwirken können.

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Schofield (Amerikanische Patente Nr. 348419 bis 348421), Fig. 10, benutzt nicht, wie oben angegeben, ein Faserband zur Krempelspeisung, in welchem die Fasern der Länge nach liegen, sondern bildet aus dem Vliess der ersten Krempel mittels Florlegers a auf einem endlosen, quer zur Arbeitsrichtung der Krempel laufenden Transporttuch b ein endloses Band mit Querfaserlage, bei welchem