Text-Bild-Ansicht Band 291

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also durch unmittelbare und vollkommenste Veränderung des Expansionsgrades – nicht aber durch unökonomische Drosselung – bewirkt. Die Firma garantirt mit diesem Regulator, welcher in den letzten 3 Jahren bereits an allen ihren Maschinen mit bestem Erfolge zur Anwendung gelangte, die Innehaltung der Tourenzahl bis auf 2 Proc., selbst beim Belastungswechsel der elektrischen Maschinen von voll auf Null, was bei der unregelmässigen Stromabnahme im Betriebe elektrischer Bahnen nicht ohne Wichtigkeit ist und zur Betriebssicherheit jedenfalls beiträgt. Die Dampfkolben sind aus Gusstahl, ebenso die Kolbenstangen. Die Pleuelstangen und Kurbelwellen sind aus Schmiedeeisen. Sämmtliche Lager sind aus Phosphorbronze und in so grossen Abmessungen ausgeführt, dass ein Fressen in Folge Warmlaufens bei unachtsamer Bedienung ausgeschlossen ist. Alle Maschinen sind mit Vorrichtungen zur Entnahme von Indicatordiagrammen versehen.

Textabbildung Bd. 291, S. 38
Der Magnetring der Dynamomaschine bildet mit dem Fundamentkörper der Dampfmaschine ein zusammenhängendes Gusstück, während der Anker der Dynamo unmittelbar auf der Kurbelwelle der Dampfmaschine sitzt.

Die Dynamomaschinen im Besonderen zeichnen sich durch geringe Erwärmung und funkenlosen Gang bei hoher Nutzleistung vortheilhaft aus und sind so gebaut, dass etwa nöthige Ausbesserungen äusserst schnell und bequem vorgenommen werden können. Diese zuletzt genannten Vorzüge sind durch die eigenartige Befestigung des Stromsammlers und des Ankers auf der Welle und durch die Art der Ankerbewickelung erreicht worden.

Textabbildung Bd. 291, S. 38
Der in diesen Maschinen erzeugte Strom mit einer Spannung von etwa 500 Volt wird nun mittels einer oberirdisch oder unterirdisch geführten Kupferleitung den auf der Bahnstrecke befindlichen Motorwagen zugeführt und, nachdem er seine Arbeit in den Motorwagen verrichtet hat, durch die Schienen zu den Dynamomaschinen in der Centralstation zurückgeleitet. Die oberirdische Kupferleitung besteht aus dem 6 m über der Mitte des Schienengleises