Text-Bild-Ansicht Band 291

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in der Minute ein Product, von welchem 80 Proc. durch ein 12maschiges, bei 950 Touren durch ein 14maschiges Sieb gehen. Bei der Crotongrube werden mit der Sturtevant-Mühle stündlich 24 t geröstete Erze von 70 auf 2 mm zerkleinert, wobei der Kraftbedarf 96 beträgt.

Textabbildung Bd. 291, S. 70
Die Cummings-Mühle (Fig. 2) zerkleinert bei 1000 minutlichen Touren Erzstücke von 38 bis 50 mm auf 3 bis 9 mm Korngrösse. Der bewegliche Theil der Mühle besteht aus zwei kurzen, parallel über einander gelagerten Wellen a und b, welche in den Lagern c d und e f laufen. Die untere Welle trägt am äusseren Ende eine 300 mm breite Antriebscheibe g und zwischen ihren beiden Lagern die Frictionsscheibe h. Dieselbe ist an der Peripherie mit einem Holzbelage versehen und kann durch Heben und Senken des Lagers d beliebig in und ausser Berührung mit der auf der oberen Welle befestigten Frictionsscheibe i gebracht werden. Das innere Ende der oberen Welle trägt eine tellerförmige Scheibe k von 915 mm Durchmesser, welche mit auswechselbaren Platten l m und am Umfange mit einem starken Ring versehen ist.

Der unbewegliche Theil des Apparates besteht aus dem Fülltrichter o und dem an die Tellerscheibe anschliessenden Gehäuse p, welches das zu mahlende Erz aufnimmt und an dem der letzteren gegenüber befindlichen Rande eine auswechselbare Platte q trägt. Sowohl diese, als auch die damit correspondirende Platte l der rotirenden Scheibe sind gerieft und je nach Beschaffenheit des zu verarbeitenden Materials und der zu erzeugenden Korngrösse näher oder weiter von einander entfernt.

Kraftbedarf etwa 50 , Leistung gegen 20 t in der Stunde.

Die gebräuchlichen Brechwalzwerke haben keine aussergewöhnliche Construction. Die stellbaren Walzen werden durch Spiralfedern, welche erst einem Drucke von 15 t weichen, an ihrem Platze erhalten.

Die Walzen im Krom'schen Brechwalzwerke messen 360 mm im Durchmesser und in der Länge und machen 100 Umdrehungen in der Minute, zerkleinern 20 bis 25 t Erze von 25 auf 6 oder von 10 auf 1,5 mm in der Stunde. Die Walzen werden am zweckmässigsten mit Brechringen aus Hadfield'schem Manganstahl armirt; dieselben besitzen die Härte von in Coquillen gehärtetem Gusseisen neben der Elasticität des Martinstahles.

Krom's Brechwalzwerk (Fig. 3 bis 6) besteht nur aus einem Paar Walzen, die, wie Fig. 5 und 6 zeigen, mit einem Stahlringe armirt sind. Um diesen Ring zu befestigen, wird der Walzenkörper selbst aus zwei konischen Gusseisenhälften B und B1 construirt, welche mit den oberen Flächen gegen einander liegen und von denen der eine warm auf die Welle aufgezogen, der andere aber, um sich ausdehnen zu können, mit einem Längsschnitte versehen und nur aufgeschoben ist.

Der Stahlring ist innerlich ausgedreht, damit er leicht über den warm aufgezogenen Walzenkonus und der andere Konus in ihn geschoben werden kann; beide Konus werden durch Schraubenbolzen C sicher mit einander zusammengezogen. Die Martinstahlringe werden etwa 62 mm stark gegossen und können bis auf eine Wandstärke von 6 mm abgenutzt werden. Die beiden Lager D der einen Walze sind fest mit der Fussplatte E durch Schraubenbolzen F verbunden, die der anderen sind mit dem verschiebbaren Lagerstuhle G verschraubt, der sich um seine Zapfen H mit Lagern in der Fussplatte E bewegt. Durch diese Anordnung halten sich beide Walzen stets parallel zu einander und die Stahlringe nutzen sich in Folge dessen gleichmässig ab. Die Entfernung beider Walzen von einander wird durch die Sehrauben J, die mit Contremuttern versehen sind, um einen Rückgang zu verhindern, geregelt. Beide Walzen werden in ihrer Lage zu einander durch die starken Schrauben K festgehalten, deren Spiralfederanordnung aus der Zeichnung ersichtlich ist. Die übrigen Details des Apparates bedürfen keiner Beschreibung.

Die Wegführung der zerkleinerten Erze von diesen Apparaten erfolgt in wagerechter Richtung, wie von einem tieferen auf ein höheres Niveau am besten und bequemsten durch Becherwerke, aber auch durch Tragriemen; auf diesen ohne Friction; solche Riemen werden in Edison's Anreicherungswerke ausschliesslich benützt. Der grösste Neigungswinkel für ihre Anordnung misst indessen nur 27 bis 30°, und sie erfordern deshalb zur Ueberwindung grösserer Höhenunterschiede lange Wege.

Textabbildung Bd. 291, S. 70
Zur Klassirung der von den Brechwalzen kommenden Korngrössen werden rotirende Doppelsiebe benutzt, durch welche man drei Korngrössen – 5, 5 bis 1,25 und 1,25 mm und darunter – von einander trennt. Bei diesen Sieben müssen die einzelnen Siebplatten leicht auszuwechseln sein, ohne dass man die Rahmen oder die Wellen wegzunehmen hat; sechs oder achtkantig werden dieselben als praktischste angesehen.

Der Siebwelle ist ein stellbarer Neigungswinkel zu geben und als Platten empfehlen sich stahlblecherne, perforirt mit oblongen, diagonal gestellten Löchern; Drahtsiebe sind ihrer kürzeren Dauer halber wenig empfehlenswerth.

Man zerkleinert in den Vereinigten Staaten die Erze in trockenem, wie in nassem Zustande. Meist ist das Erz im Förderzustande trocken genug zum Zerkleinern; ist es aber feuchter, so kann es zuweilen vortheilhafter sein,