Text-Bild-Ansicht Band 291

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inneren und äusseren Flächen in Cylindermantelflächen concentrisch zur Bohrung der Nabe M liegen. Auf jedem der in den Ring eingekitteten Bronzeträger T sind zwei Spulen mittels Schrauben befestigt (Fig. 14). Die in den Ring J eingekitteten Träger T werden dann zunächst auf der Drehbank abgedreht und dann werden die Spulenkerne genau nach Maass aufgesetzt und centrirt, so dass das Ganze einen zur Nabe M centrirten Cylinder darstellt, welcher mit wenigen Millimetern Spielraum zwischen den Magnetpolen sich drehen kann. Am oberen Theil des Ankers sind zwei Polklemmen angebracht, von denen aus der Strom abgenommen wird.

Um die Ankerspulen zu untersuchen bezieh. auszuwechseln, zieht man den ganzen Anker mit Hilfe einer Schraubenspindel Z auf seinem Träger von den Feldmagneten hinweg. Die Schraubenspindel Z ist in einem Ringe gelagert, welcher auf dem Träger des Ankers frei drehbar, aber nicht verschiebbar ist, so dass man auch die unteren Spulen durch Drehen des Ankers in bequeme Höhenlage bringen kann. Die Spindel Z wird mittels Ratschhebels bewegt.

Textabbildung Bd. 291, S. 113
Der von einem besonderen Erreger entnommene erregende Strom wird mit Hilfe zweier Bronzeringe in die Feldmagnete geleitet, die auf der Schwungradnabe befestigt und gegen dieselbe durch Fiberscheiben (Fig. 17) isolirt sind.

Die vorbeschriebene Bauart wird für Wechselstrommaschinen von 50 bis 300 angewendet; bei grösseren Leistungen wird ein doppeltes magnetisches Feld, wie Fig. 18 zeigt, mit zwei Ankern benutzt.

Für Leistungen unter 50 erfordern die Wechselstrommaschinen nur eine solche Geschwindigkeit, dass sie unmittelbar mit Turbinen oder schnellgehenden Dampfmaschinen gekuppelt werden können.

(Schluss folgt.)

Elektromagnetische Aufbereitung und Anreicherung magnetischer Eisenerze in den Vereinigten Staaten Nordamerikas.

(Schluss des Berichtes S. 67 d. Bd.)

Mit Abbildungen.

Auf der Tillygrube, N. Y., benutzt man Conkling-Separatoren, eine der ältesten Typen, mit Erfolg. Mr. Conkling hat kürzlich eine Aufbereitungsanstalt bei Chateaugay, N. Y., fertiggestellt, welche mit 16 seiner Separatoren ausgerüstet ist und Hunderttausende von Tonnen von Zwischenproducten aufbereiten soll, welche seit vielen Jahren beim Betriebe einer Nassaufbereitungsanstalt sich angesammelt haben. Diese Zwischenproducte enthalten etwa 16 Proc. Eisen und haben eine Korngrösse von 4 mm; seine Aufgabe erscheint also leicht und verspricht gute ökonomische Resultate.

Der Conkling-Separator besteht aus einem schrägen endlosen Kautschukriemen, etwa 700 mm breit, welcher über zwei Scheiben läuft und unter dessen oberem Theile Elektromagnete mit alternirender Polarität angeordnet sind. Das rohe Erz wird am unteren Ende der Riemen Vorrichtung aufgegeben und gleichmässig ausgebreitet; die magnetischen Körner führt der Riemen mit nach oben, die unmagnetischen dagegen spült ein Wasserstrom in entgegengesetzter Richtung fort. Die Anziehungskraft der Magnete ist stark genug, das Fortspülen der magnetischen Körner zu verhindern; dieselben folgen mit zum oberen Ende des Riemenlaufes und werden da abgeliefert. Diese ganze Separirungsvorrichtung ist höchst einfach und leicht zu betreiben, sie kann aber doch kaum mit Vortheil da in Anwendung gebracht werden, wo haltige mit unhaltigen Erzkörnern in grösserer Menge gemengt sind und das Haufwerk sozusagen nur halbmagnetisch ist.

Der Separator Buchanan's fand zuerst Anwendung zur Aufbereitung magnetischen Sandes, der in grossen Massen am Strande des Long-Islandsundes, an der Küste Süd-Californiens und längs dem St. Lawrence-Flusse an seinem unteren Laufe u.s.w. vorkommt. Der gleiche Apparat ist später mit mehr oder weniger Erfolg zur Separirung von Erzen bei Port Henry, N. Y., und bei Port Oram, N. J., in Benutzung gekommen.

Er besteht aus zwei Gusseisencylindern von etwa 400 mm Durchmesser und ebenso grosser Länge, deren Zapfen in Lagern ruhen, die zugleich Elektromagnete sind; somit sind die Cylinder Pole dieser Elektromagnete.

Das rohe Erz fällt in dünnem, breitem Strom zwischen die Walzen, welche gegen 60 minutliche Umdrehungen in 50 mm Entfernung von einander machen. Die magnetischen Körner werden von den Walzen angezogen; die unmagnetischen setzen ihren Fall unter Beeinflussung durch ihr Gewicht allein weiter fort. Da der Drehlauf die Walzen von einander entfernt, so verschwächt sich die magnetische Kraft in ihnen immer mehr, und sobald die Umdrehung etwa 180° erreicht, wird das Erz durch die Centrifugalkraft abgeworfen und fällt in zu seiner Aufnahme angeordnete Behälter.

Bei Port Oram sind zwei solcher Separatoren aufgestellt, einer über dem anderen. Sie theilen die Mängel des Conkling'schen.

Mr. Edison's Separatoren arbeiten bei Ogden, N. Y., vom technischen Standpunkte aus beurtheilt, vortrefflich. Die armen Erze, durch Brecher und Walzwerke bis auf etwa 1,5 mm Korngrösse herabgebracht, fallen in dünnem, breitem Strom vor einen sehr kräftigen Elektromagneten, der aus schwerer ⌶-förmigen Gusseisenstange gefertigt und mit starkem, isolirtem Kupferdraht umwunden ist. Dieser Magnet misst etwa 2200 × 400 × 225 mm. Das Erzpulver tritt so in das magnetische Feld ein, dass die magnetischen Körner aus ihrer Bahn abgelenkt werden, ohne doch mit dem Magnet selbst in Berührung zu kommen, während die unmagnetischen unter der Einwirkung ihres Schwergewichtes verbleiben. Unter dem Magnet ist eine Scheidewand aufgestellt, die haltiges und unhaltiges Korn aus einander hält und nach verschiedenen Behältern zwingt. Mit dieser einfachen Vorrichtung soll man ein auf 50 bis 54 Proc. Fe angereichertes Product gewinnen, während in den Abfällen nur noch 1 bis 1,5 Proc. verloren werden. Die so angereicherten Producte (heads und middlings) im Gemenge werden nunmehr auf 0,45 mm Korngrösse weiter zerkleinert und aufs Neue mit einem Separator (Fig. 7), nach anderem Princip construirt, behandelt. Ein endloser, 2200 mm breiter Riemen läuft über zwei senkrecht über einander disponirte Scheiben an in langer Zickzacklinie vertheilten Elektromagneten mit alternirender Polarität