Text-Bild-Ansicht Band 291

Bild:
<< vorherige Seite

andere Systeme, welche deren sieben bis acht haben, geringer.

Die folgenden Tabellen geben das Gewicht der Klemmvorrichtung und die wichtigsten Daten über die Schwelle, welcher aus verschiedenen Gründen ein grösseres Gewicht gegeben wurde, als es sonst üblich ist.

Gewicht der Klemmvorrichtung.

Stück-
zahl

Gegenstand
Gewicht in Kilo
einzeln zusammen
1
1
1
2
2
Unterlagsplatte
Klemmplättchen Nr. 0
Klemmplättchen Nr. 4
Fusschrauben
Fixirungsringe
2,13
0,50
0,56
0,62
0,025
2,13
0,50
0,56
0,62
0,05
Zusammen 4,48

Daten über die Schwelle.

Flächeninhalt des vollen Schwellenprofiles 39,86 qc
Flächeninhalt des verschwächten Schwellen-
profiles

34,26

qc
Trägheitsmoment des verschwächten Schwel-
lenprofiles

294,58

cm4
Entfernung der neutralen Achse von der
Basis

6,654

cm
Widerstandsmoment des verschwächten
Schwellenprofiles

44,3

cc
Gewicht der Schwelle etwa 80 k

Das Gewicht der Klemmvorrichtung hätte durch eine Reduction in den Ausmaassen der Bestandtheile noch verringert werden können; ich habe dies jedoch unterlassen, weil ich der Ansicht bin, dass man in der Lösung der vorliegenden Frage dem vorgesteckten Ziele nicht näher kommen wird, wenn man den Wunsch, eine leichte Construction zu erhalten, allzusehr in den Vordergrund stellt.

Ich habe mit Rücksicht auf die oben eingeflochtene Bemerkung, dass auch bei dieser Klemmvorrichtung in Folge der zwischen den Befestigungsbestandtheilen zu lassenden Spielräume noch minimale Bewegungen dieser Bestandtheile möglich seien, zu erwähnen, dass ich auch auf eine Vorrichtung gekommen bin, welche selbst diese kleinen Bewegungen vollständig unmöglich macht, so dass dort die Klemmvorrichtung thatsächlich ganz unverrückbar mit der Schwelle verbunden ist. Ich erziele dies durch nach der Längenrichtung der Schiene wirkende, diese in ihrer Dilatationsbewegung daher nicht hindernde Keilpressungen. Diese Einrichtung erfordert aber statt drei Versatzstücken wieder deren fünf, ist daher auch etwas complicirter, deshalb möge ihre Beschreibung unterbleiben.

Neuere Dampfkessel.

(Fortsetzung des Berichtes S. 169 d. Bd.)

Mit Abbildungen.

Die Kesselconstruction von F. T, Stevens in Bryants-Pond, County Oxfort, Nordamerika (D. R. P. Nr. 70386 vom 4. November 1892), wird durch die Fig. 34, 35 und durch den nachstehenden Wortlaut des Patentanspruches hinreichend erläutert: „Ein Dampfkessel, bestehend aus einem einfachen Cylinderkessel c und einem in diesem untergebrachten Heizröhrenkessel r, bei welchem die Speisung so erfolgt, dass dem Heizröhrenkessel r das Wasser durch ein Rohr e direct zugeführt wird, während dem äusseren Kessel c auch noch beim tiefsten Stand des Wassers im Kessel r der gleiche Wasserstand durch in dem Kessel r in der Nähe der normalen Wasserstandslinie vorgesehene Oeffnungen o gesichert wird, zum Zwecke, die Ablagerung etwaiger im Speisewasser enthaltener Unreinigkeiten in dem vom Feuer wenig berührten Kessel r zu bedingen.“ Wir halten die Anordnung der Löcher o für I nicht unbedenklich und bezweifeln überhaupt, dass der angestrebte Zweck erreicht wird.

Textabbildung Bd. 291, S. 197
G. Dürr in Ratingen bringt nach D. R. P. Nr. 71938 vom 5. April 1893 mit seinem Wasserröhrenkessel einen aus Doppelröhren gebildeten Dampfüberhitzer in Verbindung (Fig. 36 und 37). Das Dampfentnahmerohr x nimmt mittels eines am Scheitel befindlichen Schlitzes den Dampf auf und führt denselben in eine Tasche a b c d, die nach unten konisch zuläuft. In Folge des plötzlich erweiterten Querschnittes und der damit verbundenen geringeren Geschwindigkeit wird sich ein grosser Theil des mitgerissenen Wassers niederschlagen und durch i in den Wasserraum zurückfliessen. An dem Umfange der Tasche a b c d sind die inneren Ueberhitzerrohre m angeschlossen, die den Dampf in die eigentlichen Ueberhitzungsrohre o leiten. Der Raum e f g h ist durch Einsetzen der Tasche in zwei Abtheilungen getheilt, so dass der im Kessel entwickelte Dampf von dem mit überhitztem Dampf gefüllten Raume vollständig getrennt ist. Eine ähnliche Anordnung gibt die Patentschrift für solche Fälle an, in denen der oder die Oberkessel direct an die Kammer angesetzt sind.

Textabbildung Bd. 291, S. 197
Ueber die Witkowitzer Patent-Feuerrohrkessel (Simplex-, Multiplexkessel) enthalten Glaser's Annalen für Gewerbe und Bauwesen vom 15. April 1893 sehr bemerkenswerthe Mittheilungen, aus denen wir Nachstehendes wiedergeben:

Seit langer Zeit arbeitete man in Witkowitz an der Aufgabe, einen möglichst betriebssicheren Dampfkessel für die dortigen Hüttenwerke zu construiren unter Berücksichtigung der folgenden Gesichtspunkte:

1) Der Kessel soll bezüglich der chemischen Zusammensetzung des Speisewassers nicht allzu empfindlich sein;