Text-Bild-Ansicht Band 291

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die sämmtlichen von beiden Rosten erzielten Grase zur vollkommensten Verbrennung gelangen. Von grossem Werthe ist es, dass sowohl die Roste, als auch das Kohlenwehr verstellbar sind, wodurch eine immer gleichmässige Beschickung der Feuerung möglich und somit auch ein stets gleichmässiger Gasstrom erzielt wird. Bei richtiger Einstellung der erforderlichen Luftmengen soll die Verbrennung rauchfrei, auch ein Mitreissen von Flugasche bei richtigem Betriebe ausgeschlossen sein. Eine vor dem Roste angebrachte Thür gestattet, die erforderlichen Rostluftmengen genau zu regeln.

Textabbildung Bd. 291, S. 271
Die Feuerung kann, je nach der Zugstärke, sowohl für hohe als auch für geringe Dampfentnahme eingestellt werden.

Textabbildung Bd. 291, S. 271
Das D. R. P. von C. Reich in Hannover (Nr. 62043 vom 20. Juni 1891) zeigt eine Halbgasfeuerung. – Zur Fortführung der im Schwelraum A (Fig. 106) von dem Fülltrichter F aus eingebrachten Kohlen sich entwickelnden Gase dient der Kanal X, welcher so angeordnet ist, dass er die Oxydationskammer B umschliesst. In Folge dessen werden die Gase stark erhitzt in die Misch- und Verbrennungsdüse R eingeführt, wo sie durch die schräg angeordneten Schlitze O aus dem Kanal C stark erhitzte Luft erhalten. Durch die schräge Anordnung der Heissluftschlitze wird ein inniges Mischen der Verbrennungsluft mit den Gasen bewirkt.

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Bei der Feuerung von Wilhelm Samuel Dobbs in Wien (D. R. P. Nr. 69036 vom 7. October 1892) besteht der Hauptrost aus dem festen Staffelrost a (Fig. 107) zwischen dessen schrägen Theilen der in den Führungsschienen d eingehängte und mittels Kurbelachse i bezieh. Schneckenrad j bewegliche Schieberrost b hin und her bewegt wird. Durch diese Bewegung wird die bei l eingebrachte Kohle vorgeschoben, der Rost gereinigt und Schlacken, Asche u.s.w. über den Rost hinausgeschoben.

In der Patentschrift findet sich noch ein eben solcher Rost, mit Wasserkühlung versehen, beschrieben.

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Die Feuerungsanlage von E. W. Jones in Portland, Oregon (D. R. P. Nr. 68626 vom 2. März 1892), Fig. 108, arbeitet mit unterer Brennmaterialzuführung. Auf der oberen Flansche des Brennmaterialbehälters b ist ein den Herd ganz umziehendes Windrohr i vorgesehen, welches mit Oeffnungen l zum Einblasen der Luft versehen ist. In der oberen, der Hitze am meisten ausgesetzten Wandung des Windrohres sind Wasserkanäle h vorgesehen. An den beiden Seiten des Behälters b befinden sich Schlackenbrecher, bestehend aus senkrecht auf und ab beweglichen Platten p mit angeschraubten Zahnstangen und den Zahngetrieben a. Letztere werden bei Bewegung des Stössels h mittels der Stangen r und der Arme s in Drehung versetzt. Der das Brennmaterial einführende und unmittelbar von der Kolbenstange einer Dampfmaschine bewegte Stössel h hat veränderlichen Hub und zwar derart, dass bei jedem Hubende die Dampfsteuerung in die Mittelstellung kommt und Dampf vor bezieh. hinter den Kolben treten kann.

Die Feuerungsanlage mit Rauchverzehrung von Joseph