Text-Bild-Ansicht Band 291

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Hinstin in Paris (D. R. P. Nr. 63565 vom 2. Juni 1891) setzt sich aus drei Theilen zusammen, der Vorfeuerung a (Fig. 109), der Hauptfeuerung b und der hinteren Feuerung c. Das durch Fülltrichter w eingebrachte Brennmaterial wird zunächst zwischen dem Luft einlassenden Rost g und dem Gegenrost k vergast. Nötigenfalls werden zwischen a und k Luft- und Gaskanäle j angebracht, welche durch Träger u gehalten werden und dazu bestimmt sind, dem Brennstoff diejenige Luftmenge zuzuführen, die zur Vermengung mit den Gasen und zu deren Verbrennung erforderlich ist. In der Hauptfeuerung b wird die Destillation der Gase fortgesetzt und vollendet, gleichzeitig findet die Verbrennung des aus der Vorfeuerung kommenden Gemisches von Luft und Gas statt. Das Brennmaterial liegt auf einem nach hinten geneigten Hauptrost e, welcher von Querbalken getragen wird; den Luftzutritt unter die Hauptfeuerung vermittelt der Regulirungsschieber r. Die hintere Feuerung, welche an die Hauptfeuerung anstösst, besteht aus dem Eintrittskanal m für die Gase der Vorfeuerung, einem mittels Hebel p beweglichen Rost f, einer Feuerbrücke n und einem Gewölbe t. In der Feuerbrücke befindet sich ein Kanal o, welcher mit dem hinter dem Kanal m gelegenen Luftsammler l in Verbindung steht und warme Luft direct unter den Rost f leitet.

Textabbildung Bd. 291, S. 272
Textabbildung Bd. 291, S. 272
Von der automatisch arbeitenden Rostanlage der Wilkinson Manuf. Co. in Philadelphia, Pa., gibt Uhland's Maschinenconstructeur folgende Beschreibung (Fig. 110): Die Roststäbe c sind als Hohlkörper ausgeführt und besitzen auf der der Feuerbrücke zugewendeten Seite eine Anzahl Treppen. In den Steg jeder Stufe mündet aus dem Hohlraum von c eine Bohrung. Diese Stäbe können von der Welle e aus mittels Excenters d so bewegt werden, dass je zwei neben einander liegende Stäbe die entgegengesetzte Schwingung um ihre untere Auflagestelle ausführen. In die Stäbe wird durch Düsen f Dampf eingeblasen, welcher dann durch die Bohrungen der Stäbe aus und zwischen das Brennmaterial tritt. Beim Austritte mischt er sich mit der Luft und trägt dadurch zur Verbesserung der Verbrennung bei. Zugleich schützt der Dampf die Stäbe c vor dem Verbrennen.

Ueber den Roststäben liegt eine sechsrillige Zufuhrwalze g. Letztere schliesst zusammen mit der Klappe i den Einwurftrichter h ab und wird von einer Transmission aus in langsame Umdrehung versetzt. Je zwei ihrer Rillen erfassen ein bestimmtes Quantum Klarkohle und führen es der ganzen Rostbreite gleichmässig zu. Da alle sechs Rillen gleich gross sind und die Rolle sich gleichmässig dreht, so ist, vorausgesetzt, dass die Klarkohle keine grösseren Stücke enthält, die Kohlenzufuhr auf den Rost eine ziemlich gleichmässige. Die Auflage a für den Rost ist hohl und wird von Luft durchstrichen. Der Aschenkanal b kann mittels regulirbaren Schiebers k verschlossen werden.

Textabbildung Bd. 291, S. 272
Das D. R. P. Nr. 69083 vom 10. August 1892 von A. Wilkinson in Bridgeport, Pennsylvanien, unterscheidet sich von der vorhergehenden Einrichtung hauptsächlich dadurch, dass zwischen der Feuerbrücke und dem Rostträger zwar ebenfalls Pressluft eingeführt wird, dass jedoch zwischen dem Rost und der Feuerbrücke ein drehbarer Aschen ab führ er angebracht ist. Dieser besteht aus einer Reihe von Scheiben, die an einer Hohlwelle befestigt sind. Die Scheiben sind mit Ansätzen versehen, damit sie in der gewünschten Entfernung von einander gehalten werden. Die Bewegung dieses Aschenabführers wird von der Excenterwelle d aus bewirkt.

Der Rauchverzehrungsapparat von Mörath und Schulz v. Straznicki in Wien (Oesterreichisches Privilegium vom 6. August 1891), Fig. 111 und 112, wirkt unter dem Roste automatisch und besteht aus zwei unzertrennlichen Theilen, nämlich aus einem aushängbaren Hebel A und den Heiz- und Aschenthüren a und b, die so mit einander verbunden sind, dass, wenn die Feuerthüre geöffnet wird, der Hebel die Aschenthüre schliesst. Fig. 112 zeigt die geöffnete Feuer- und geschlossene Aschenthüre, während in Fig. 111 die Feuerthüre geschlossen und die Aschenthüre offen angezeigt ist. Es kann somit während der Beschickung der