Text-Bild-Ansicht Band 291

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der Scheibe k gegen den nächsten Stift l legt und dadurch eine Art Fallbegrenzung für den Hebel m abgibt.

Textabbildung Bd. 291, S. 292
Wird der Apparat in wagerechter Lage verwandt, so wird der Gewichtshebel m durch eine Feder ersetzt. Dieser Ersatz ist übrigens auch in der in Fig. 3 gezeichneten Ausführung für Strassenlaternen und bei senkrechter Stellung der Vorrichtung durchgeführt, welche in einer Kapsel w eingeschlossen ist. Hier ist übrigens auch eine die Leuchtflamme mit der Gasleitung direct verbindende Nebenleitung x eingeschaltet, dessen Hahn y im Bedarfsfalle ohne Rücksicht auf die mechanisch wirkende Schaltvorrichtung von Hand geöffnet werden kann.

Das Wesen der eben geschilderten Vorrichtung wird im folgenden Anspruch gekennzeichnet:

Patentanspruch: Eine Vorrichtung zum selbsthätigen Anzünden und Auslöschen von Gaslampen bezieh. zum Oeffnen und Schliessen des Gaszutrittes zum Brenner g in bestimmten Zeitpunkten, dadurch gekennzeichnet, dass zwei durch ein Uhrwerk gedrehte Curvenscheiben p p1 derart auf einen Hebel m einwirken, dass die mit dem Hahnkegel j bezieh. Ventil verbundene Scheibe h mittels eines am Hebel m sitzenden Schalthakens n gedreht wird, wobei die Einrichtung so getroffen werden kann, dass beim Oeffnen des Hahnes bezieh. Ventils das Gas selbsthätig entzündet wird.

Eines Uhrwerkes bedient sich auch H. L. Müller in Birmingham (England) in seiner Vorrichtung zum Anzünden und Auslöschen von Gaslaternen (D. R. P. Nr. 72562). Es sei vorausgeschickt, dass der Constructeur zum Entzünden des Gases sich des elektrischen Funkens bedient und zu diesem Zweck die in Fig. 4 veranschaulichte Anordnung eines Trockenelementes E trifft. Der Stromschluss erfolgt bei Drehung des auf den Gashahn H einwirkenden Hebels A durch die beiden Contacte v und a (Fig. 5 und 6).

Der Hebel A ist an dem Gehäuse G um den Zapfen A drehbar und öffnet bezieh. schliesst den Gashahn H mittels des Bolzens A1 und des geschlitzten Hebels H1. Andererseits trägt aber A einen Stift A2, welcher sich in der sternförmigen Nuth einer Scheibe S (Fig. 5) führt und bei Drehung der letzteren den Hebel A zu der Pendelbewegung um A zwingt. Die Scheibe S erhält ihre Bewegung um die Achse P (Fig. 6) von einer Feder D (Fig. 5), welche durch die Zahnräder c1 c2 auf S einwirkt. Die Feder D trägt zu bekannten Zwecken das Gesperre c3 c4 c5 und das Vierkant c.

Textabbildung Bd. 291, S. 292
Um diese Drehung von S und damit das Oeffnen und Schliessen des Hahnes H periodisch und zwar zu vorher festzusetzenden Zeiten vor sich gehen zu lassen, ist die folgende Einrichtung vorgesehen. Die als Ring g ausgebildete Gaszuleitung hält ein Gehäuse G, in welches ein Uhrwerk W eingesetzt ist. Dieses veranlasst durch das Rädchen w das Rad R innerhalb 24 Stunden zu einer vollen Umdrehung. Die Achse P des Rades R tritt durch den Gehäuseboden nach aussen und trägt sowohl das Zahnrad T mit der daran befestigten Furchen- oder Sternnuthenscheibe S, als auch die beiden gleichen und über einander liegenden Zahnräder Q und Z, jedes mit 96 Zähnen, wovon das oberste als Zifferblatt dienende Rad Z mit zweimal den Zahlen 1 bis 12 versehen ist. Da T sammt S und Z lose, Q dagegen fest auf P sitzen, wird nur Q direct vom Uhrwerk beeinflusst. Auf P lose drehbar sind auch die Zeiger L O, welche nach Verstellung von Z in die der Zeichnung entsprechende Lage (Fig. 5) so eingestellt werden, dass ihre Stifte in dem Zeitpunkte des Anzündens bezieh. Löschens entsprechende Zähne von Z fassen. Da der Stift von O lang genug ist, um auch in die Verzahnung von Q zu greifen, so findet durch diesen Stift eine Kuppelung von Z mit Q statt und es werden nun Q Z und die beiden Zeiger O L gemeinschaftlich in 24 Stunden einmal herum gedreht, während die Furchenscheibe S nicht bewegt wird. Die letztere trägt übrigens ausser den 6 Furchenzacken noch 12 Zähne S1.

Am Lappen G1 des Gehäuses G ist der Hebel K drehbar angebracht, welcher durch die ebenfalls auf G liegende Blattfeder F mit seinem vorderen Stifte k an die Peripherie