Text-Bild-Ansicht Band 286

Bild:
<< vorherige Seite

angebracht sind, welche den Stoff, ähnlich wie bei einer Centrifugalpumpe, dem Läuferumfange zuführen. – Damit die Mühle nicht leer gehen kann, ist im Fülltrichter a ein Schwimmer h vorgesehen. Fliesst kein Stoff mehr zu, so sinkt der Schwimmer h immer tiefer und schliesst endlich vermöge der Hebel Verbindung ikL das Ablassventil m.

Textabbildung Bd. 286, S. 13
Von Kegelstoffmühlen erhielt James Hunter in Polton im D. R. P. Nr. 50416 eine solche mit lothrechter Achse geschützt. Der kleinere Durchmesser des Kegels befindet sich unten, der grössere oben. Tritt also (Fig. 12) der Stoff unten bei a ein, so wird er bei rascher Drehung der Messertrommel B nach aufwärts gegen den grösseren Halbmesser zustreben und daher zwischen den Messern des Gehäuses S und der Trommel R aufsteigen; dabei wird derselbe gemahlen. Im oberen Deckel des Gehäuses bei b befindet sich der durch einen Hahn verschliessbare Auslass. Je nachdem der Hahn mehr oder weniger offen ist, tritt der Stoff leichter oder schwerer aus, er wird also kürzer oder länger zwischen den Messern zu verweilen gezwungen werden, wonach sich der Grad der Feinheit des abfliessenden Stoffes richtet. Die Einstellung der Messer geschieht durch Verschieben der Achse w sammt Trommel R, etwa mit Hilfe eines Hebels, dessen eines Ende gelenkig mit der Spindel s verbunden ist. Diese kann mittels des Handrades h vermöge des am Spindelende vorhandenen Gewindes gestellt werden.

In der nach amerikanischem Patent Nr. 447853 in Fig. 13 skizzirten Kegelstoffmühle von Salomon R. Wagg in Appleton finden wir eine principiell ähnliche Ausführung mit der 1890 277 176 beschriebenen Stoffmühle von F. Marshall. Wenn auch kaum anzunehmen ist, dass die wirkliche Ausführung so unvollkommen wie die Zeichnung in der Patentschrift erfolgt, so sehen wir doch, wie die Sache gemeint ist. Bei a, in der Nähe des kleinsten Kegeldurchmessers, läuft der Stoff ein, fliesst am Kegelmantel zum grössten Durchmesser, während er gemahlen wird, um dann noch an den ebenen Mahlflächen bei E von der Mahlscheibe F bearbeitet zu werden. Die Stellung dieser Mahlscheibe F ist es nun, welche die vorliegende Ausführung einigermaassen interessant macht. F geht nämlich in eine Hülse h über, welche die Welle S umfasst. In einen eingedrehten Hals f jener Hülse greift ein Hebel e, dessen eines Ende bei g drehbar gelagert ist, während das andere durch Spindel c und Handrad C, jedoch nicht unmittelbar, gestellt werden kann, indem die Spindel c erst auf eine mit Flüssigkeit gefüllte Kapsel A und diese erst auf den Hebel e drückt. Die Pressung der Flüssigkeit in A und damit schliesslich auch die Grösse des Druckes, welcher zwischen den Mahlflächen bei E herrscht, wird dadurch gemessen. Es ist dies neuerlich ein Beweis für die praktische Bedeutung des Druckes zwischen den Mahlflächen. Selbst bei den Kegelmühlen, bei denen man durchwegs rein gemahlenes Product leicht erhalten soll, fühlt man sich zu einer solchen Controle veranlasst. Die Stellung des Kegels geschieht in bekannter Weise durch Verschieben der Achse.

Textabbildung Bd. 286, S. 13
Bezeichnend für die Leichtigkeit, mit welcher man in Amerika Patente erhält, ist das amerikanische Patent Nr. 444644 an Edwin W. Barton in Lawrence. Hierbei ist patentirt bei sonst ganz normal ausgeführten Kegelstoffmühlen der Einlauf in dem kleineren Deckel des Gehäuses, statt wie meistens im Gehäusemantel. Davon wird eine gleichmässigere Stoffzufuhr und Vertheilung des Stoffes in der Mühle erwartet.

Textabbildung Bd. 286, S. 13
Ein ganz eigenthümlicher Apparat ist der „Triturateur“ von M. Simonet in Quintin. Nach dem beigegebenen Holzschnitt (Fig. 14), welcher der Papierzeitung 1891 entnommen ist, sehen wir die arbeitenden Theile, Walzen CC und CM, in einem Troge angebracht, der bei der Arbeit bis auf die Eintragöffnung o im Deckel vollständig geschlossen ist, Von den Walzen wird nur eine, CM, angetrieben, während die zweite, CC, nur mitgenommen wird, weil die schraubenförmigen Schienen am Umfange dieser Walzen