Text-Bild-Ansicht Band 286

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und B gewonnen und wandern dann in die eigentliche Papierfabrik. Wir finden zwei Kugel- und einen Cylinderkocher bei K1 und K2. Der Stoff wandert aus diesen in Abtropfkästen und dann in den Holländersaal H. Drei Holländer dienen zum Halbstoffmahlen und Bleichen, sechs weitere zum Ganzstoffmahlen, je drei davon bedienen eine Papiermaschine. Die Abtropfkästen für den gebleichten Stoff befinden sich unter dem Holländerraum. Ausserdem finden wir zum Feinmahlen für jede Papiermaschine eine Kegelstoffmühle, System Jordan. Eigene Mischholländer sind hier nicht vorhanden. Das Mischen geschieht hier nur durch den Stoffumlauf, von der Rührbütte in die Stoffmühle und von da in eine zweite Rührbütte. Die nöthige Arbeit wird von einer Pumpe geleistet. Weiter gelangen wir dann in den Papiermaschinensaal P. Die Papiermaschinen arbeiten mit 1,8 m Arbeitsbreite und 21 Trockencylindern von 915 mm Durchmesser. An diesen Maschinenraum schliessen sich dann die zur weiteren Appretur, sowie jene zum Sortiren und Packen des Papiers nothwendigen Säle.

Weston's Flaschenzug.

Mit Abbildungen.

Die Einzelheiten dieses von der Yale and Towne manufacturing Company in Stamford, Conn., gebauten Weston'schen Flaschenzuges sind nach Engineering, 1890 Bd. 50 * S. 210, in Fig. 1 bis 5 dargestellt.

Textabbildung Bd. 286, S. 158
Auf der Mittelwelle (1) ist das Zahnradgetriebe (2) angefräst und die Bremsscheibe (3) aufgekeilt, welche an ihrer Nabe ein kurzes Stück Flachgewinde angeschnitten hat, über welches sich die Kettentriebscheibe (4) schraubt, die mit einem Zahn ihrer Nabenaussparung an einem Zahn des auf (1) gekeilten Stellringes (5) schlägt, sobald die Triebkette (6) zum Heben der Last angezogen wird und dadurch die Welle (1) dreht. Diese Welle ist durch die Nabenbohrung der Lastkettenrolle (7) frei drehbar gelegt, während auf die langen Nabenansätze der Rolle (7) die Aussenschilde (8 und 9) geschoben werden. Ausserdem ist neben der Schildfläche (9) auf die Nabe von (7) noch ein Korb (10) aufgekeilt, in welchem drei Radzapfen (11) eingelegt sind. Dieser Korb (10) besteht aus einer Scheibe und einem Ring, welcher durch drei Stege mit der Scheibe fest verbunden ist. Um die Zapfen (11) kreisen drei gleiche Radpaare, von denen die Räder 12 mit dem Getriebe 2, und die Getriebe (13) mit dem festen Hohlrad (14) im Eingriff sich befinden. Das am Schild (9) angegossene Hohlrad (14), sowie das laufende Räderwerk sind durch einen Schilddeckel (15) abgeschlossen, in welchem überdies ein Lager für die Mittelwelle (1) angeordnet ist.

Textabbildung Bd. 286, S. 158
Das linke Schild (8) ist auch (Fig. 5) mit dem rechten Schild (9) durch drei Schrauben (16), (17) und (18) verbunden, welche zwischen sich den Aufhängehaken (19) aufnehmen. Auf die Verbindungsschraube (18) ist ein Hebel (20) aufgeschoben, welcher zugleich Schutzkappe für die Kettenrolle (7) und Träger für das freie Ende der Lastkette (21) ist. Gehalten wird derselbe durch zwei Zapfenansätze, welche je in ein Grübchen der Schilde einsetzen. Ausserdem sind an das linke Schild (8) zwei die Triebkette (6) übergreifende Schutzdeckel (22) angeschraubt.

In den Raum zwischen Nabe und kreisförmiger Randleiste des linken Aussenschildes (8), Fig. 5, wird die Greiferscheibe (23), Fig. 4, frei eingelegt, in deren drei excentrischen