Text-Bild-Ansicht Band 287

Bild:
<< vorherige Seite

Zustande frei und fliegend auf dem Zapfen der Excenterwelle, während die eincylindrige Dampfmaschine an der anderen Seite des Standgerüstes angebracht ist. Das Gesammtgewicht der Maschine ist mit 16,3 t angeführt. (Vgl. Schultz und Goebel 1888 267 * 339.)

Rushworth's Scher-, Loch- und Biegemaschine (Fig. 10).

Bei dieser von Rushworth und Comp. in Sowerby Bridge, Yorkshire, England, gebauten Maschine laufen nach American Machinist, 1890 Bd. 13 Nr. 1 * S. 4, der Loch- und Biegestempel in wagerechter Schlittenführung, während die Pendelschere gleichzeitig durch die mittlere Excenterwelle betrieben wird. Die um einen tiefliegenden Bolzen schwingende Messerplatte wird je nach Lage des um den Excenterzapfen drehbaren Schwunghebels immer nur nach jener Richtung getrieben, nach welcher der übertragende Bogentheil des Schwunghebels gelegt ist. Die Fensteröffnung in der schwingenden Messerplatte ist so weit nach unten erweitert, dass das Umlegen des kuppelnden Schwunghebels anstandslos ermöglicht wird.

Textabbildung Bd. 287, S. 129
Dieser Schwunghebel stützt sich auf der Griffseite auf Röllchen, welche in Ansätzen der Platte angebracht sind. Während die Winkeleisenschere am rechten Eckstück angeordnet ist, sind die Schermesser für Flachschienen an der linken erweiterten Seite der schwingenden Platte und die Untermesser in einem vorspringenden Rahmen des Hauptgestelles vorgesehen.

Textabbildung Bd. 287, S. 129
Um Winkeleisen oder Winkelstahle lochen zu können, passt der Lochstempel in die Matrizenbohrung ziemlich scharf, sowie zur Führung der Winkelschienen u. dgl. zwei stellbare Rollenböckchen dienen. Das Loch werk kann im Bedarfsfalle auch als Nietmaschine in Verwendung gebracht werden, und ist auch deshalb mit selbständiger Ausrückung ausgerüstet. Das linksseitige Richt- und Biegewerk hat zwei stellbare schmiedeeiserne Stützkolben und festgelagerte Führungsröllchen. Der Betrieb erfolgt mittels Riemen.

Textabbildung Bd. 287, S. 129

Sculfort-Malliar's Schermaschine mit Druckwasserbetrieb.

Nach Industries, 1889 Bd. 7 * S. 200, werden von Sculfort-Malliar und Meurice in Maubeuge, Frankreich, Flach- und Winkelscheren, sowie Lochmaschinen gebaut, deren Werkzeuge an einem Kolbenkopf angesetzt sind, welcher mittels Presswasser unmittelbar getrieben wird. Das Druckwasser wird von einem Pumpwerk geliefert, welches an der Flanke des Ständers sich befindet und in verschiedener Anordnung mittels Hand oder Riemen bethätigt werden kann, während die Vertheilungsventile durch einen Hubmechanismus, der aus Schlitzhebel und Anschlagstäbchen zusammengesetzt ist, die Wasserzuleitung selbsthätig regeln. Diese Maschinen werden in fünf verschiedenen Grössen ausgeführt, deren Gewicht von 400 k bis 2800 k ansteigt.

R. H. Tweddell's Scher- und Lochmaschine (Fig. 11).

Bemerkenswerth ist bei dieser dreifachen, von der Hydraulic Engineering Company in Chester gebauten Maschine nach Iron vom 21. März 1890 * S. 246 die Zusammensetzung des Maschinengestelles, durch welche bei eingetretenem Bruch des einen Theiles der Weiterbetrieb der anderen Theile nicht gestört wird, indem jedes Werk als selbständiges Ganzes ausgeführt ist.

Recht zweckmässig erscheint die Anordnung und Verbindung der Winkelschere zwischen der Loch- und Blechschere, sowie die selbsthätige Abstellung der Vertheilungsventile.