Text-Bild-Ansicht Band 289

Bild:
<< vorherige Seite

den Riemen a bei jeder Umdrehung um rund 220 mm. Auf diesem Riemen sind Längen von 220 mm abgetheilt bezieh. aufgezeichnet, und werden auf diese Abtheilungen die Faserlängen von 200 mm möglichst genau aufgelegt, um zwischen den Walzen a1 und a2 der Trommel A zugeführt zu werden. Die letztere ist mit 1200 mm Durchmesser angenommen, macht in etwa 3 Minuten eine Umdrehung und ist mit sechs Zangen und Transportwalzensystemen versehen. Diese Systeme bestehen je aus zwei Zangenarmen b und b1, welche durch die Federn b2 und b3 gegen das Schlusstück b4 (Fig. 24) gepresst werden und mit diesem eigentlich zwei getrennte Zangen bilden. Die diesem Schlusstück b4 entgegengesetzten Zangenenden laufen scharf aus und legen sich gegen den entsprechend abgeschrägten Trommelmantel in geschlossener Stellung (Fig. 26) so an, dass sie mit demselben eine ununterbrochene Fläche bilden, über welche die Kämme leicht hingleiten. Hinter diesen Zangen liegen die Transportwalzen c und c1, wovon erstere sich theilweise in das Schlusstück b4 hineinlegt. Diese Walzen sind von den Winkelschienen c2 und c3, welche einerseits die Walze c1 etwas ausserhalb ihres Mittelpunktes nahezu berühren, andererseits aber so weit zurückgreifen, dass sie mit dem geöffneten Zangenmaul genau abschneiden, umschlossen.

Textabbildung Bd. 289, S. 13
Der Antrieb der Trommel erfolgt von einer Riemenscheibe d aus unter Vermittelung des theilweise verzahnten Rades d1. Bei der in Fig. 23 und 24 gezeichneten Stellung des sich in der Pfeilrichtung drehenden Zahnrades d1 haben die Zähne desselben gerade das Trommelrad freigegeben, während sie andererseits das Rad d3 und in Folge dessen auch das auf der Triebwalze a1 des Zuführtuches sitzende Rad d4 bereits um drei Zähne weiter gedreht haben. Während die Trommel jetzt stillsteht, ist also die Faser bereits um ¼ ihrer Länge, also 50 mm gegen die Trommel vorgerückt; sie befindet sich der geöffneten Zange bb4 gegenüber und wird bei der weiteren Drehung des Zahnrades d1 in dieselbe hineingeschoben. Wie in Fig. 25 und 26 dargestellt, sitzt auf der Achse d3 der Walze a1 zu beiden Seiten der Trommel eine Hubscheibe c, gegen welche je ein Hebel e1e2 durch die Feder e3 angedrückt wird. Während die Zuführungswalze a1 stillsteht, liegt der Hebelarm e1 (Fig. 26) gegen den flachen Theil der Hubscheibe e, steht also von der Trommel ab. Sobald aber die Walze a1 sich zu drehen beginnt, wird der Hebelarm e1 gegen den Trommelmantel angedrückt, stösst gegen die Nasen e4 an den beiden Enden der Zange b und öffnet dieselbe in Folge der weiteren Drehung der Trommel. Indem die Zangenfedern b2 sich spannen, findet zunächst ein Bremsen der Trommel statt, welche sodann durch den Arm e1 genau so arretirt wird, dass die geöffnete Zange sich dem ankommenden Faserbart gegenüberstellt. In demselben Augenblick, in welchem die Zähne von d1 wieder mit d2 in Eingriff kommen, gibt die Hubscheibe e, welche in der Stellung Fig. 25 angelangt ist, den Hebel e1 langsam so weit frei, dass die Nase e4 an der abgeschrägten Kante von e1 entlang gleiten kann, die Zange indessen noch ganz oder theilweise hält, bis die Walze a1 ihre Umdrehung vollendet und die Faserlänge vollkommen freigegeben hat. Bei der weiteren Bewegung der Trommel kommt das auf der Achse der Transportwalze c1 sitzende Zahnrad f1 mit dem am Maschinengestell festsitzenden Zahnarm f in Eingriff. Die Transportwalzen cc1 haben je 40 mm Durchmesser, also rund 125 mm Umfang. Das Zahnrad f1 hat zwölf Zähne, der Zahnarm f drei Zähne, und wird daher (Fig. 25) das an den Transportwalzen bei Beginn der Bewegung der Trommel angelangte Fasermaterial etwa 35 mm hereingezogen; es sind ferner 65 mm bis zum äusseren Rand der Zange nothwendig, so dass demnach 100 mm hinter der Zange und 100 mm aus derselben hängen. Sobald die Walzen cc1 stillstehen, schliesst sich die Zange vollständig und der Faserbart gelangt bei der weiteren Drehung der Trommel unter das über zwei Cylinder g1g2 geführte Band ohne Ende g (Fig. 23), welches mit Kämmen, etwa sogen. versetzten Harding-Cooker Nr. 22, besetzt ist. Der Zug dieses Bandes muss selbstredend an der äusseren