Text-Bild-Ansicht Band 289

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gestreckten Seite sein, so dass sich die gegenüberliegende Seite leicht und elastisch gegen die Trommel legt.

Textabbildung Bd. 289, S. 14
Während das nächstfolgende Zangensystem bereits wieder den Zuführwalzen gegenüber angelangt ist und die Trommel wieder still steht, befindet sich das vorhergegangene Zangensystem noch unter den Kämmen g, welche mit dem ganzen übrigen Kämm- und Bürstensystem getrennt von einer Scheibe h aus angetrieben werden, um die relative Geschwindigkeit von Trommel und Kämmen gegen einander jederzeit ändern zu können. Der Stillstand der Trommel bildet also für das Kämmen selbst keinen Zeitverlust. Setzt sich alsdann, nachdem das nächstfolgende Zangensystem wie zuvor ein neues Faserbündel aufgenommen hat, die Trommel wieder in Bewegung, so gelangt weiter der grob gekämmte Faserbart unter die etwa mit versetzten Harding-Cooker Nr. 24 besetzte Trommel g3 und wird fein gekämmt. Nachdem der Faserbart von diesen Kämmen g3 vollständig frei ist, werden die beiden Zangen bb1 dadurch geöffnet, dass ein Arm i2 sich zunächst einer Laufrolle i3 und dann einer am Maschinenrahmen festsitzenden Gleitbahn i4 entlang führt und mittels der auf gleicher Achse an beiden Enden der Trommel sitzenden Daumen i1 auf die beiden Hebel i wirkt, welche in entsprechende Ausschnitte der Zangen b und b1 greifen. Sobald die beiden Zangen geöffnet sind, gelangt das Zahnrad f1 der Transportwalze c1 mit dem feststehenden Zahnarm f2 in Eingriff (Fig. 27). Um das kurze, zwischen den Walzen cc1 gehaltene Faserende bis zum äusseren Rand der Zange b1 zu bringen, muss dasselbe um 40 mm vorgezogen werden; ausserdem soll es aber auch noch 100 mm aus der Zange heraushängen, da das entgegengesetzte Ende ebenfalls erst 100 mm lang gekämmt ist. Dementsprechend hat der Zahnarm f2 vierzehn Zähne, wodurch die Faser etwa 150 mm weiter transportirt wird und anstatt 100 etwa 110 mm aus der Zange b1b heraushängt (Fig. 28), was sich praktisch stets als nöthig erweist. Am Ende dieses Zahnarmes f2 angelangt, schliessen sich die Zangenarme b und b1 wieder und der zu kämmende Faserbart ist, soweit er von den Kämmen erfasst wird, festgehalten. Derselbe gelangt genau wie das entgegengesetzte Ende zunächst unter die Kämme h1 (Harding-Cooker Nr. 22), welche über die Walzen h2h3 geführt sind. Der Zug des Bandes h1 ist, wie bei g1, auf der äusseren Seite, und wird dieser Bart ebenfalls während des Stillstehens der Trommel weiter gekämmt, um endlich unter die feinen Kämme der Trommel h4 zu gelangen (Fig. 23).

Von diesen letzten Kämmen frei, öffnen sich die beiden Zangenarme b und b1 wieder, indem sich der Arm i2 der Daumenwelle der Laufrolle i5 und der Gleitbahn i6 entlang führt. Sodann gelangt das Zahnrad f1 bei der weiteren Drehung der Trommel mit einem dritten feststehenden Zahnarm f3 in Eingriff, welcher vier Zähne hat, damit alle etwa ausgekämmten Spitzen von den Walzen cc1 freigegeben werden. Sobald das nunmehr vollständig gekämmte Fasermaterial gänzlich von den Walzen cc1 freigegeben ist, schwingt das Schlusstück b4, auf welchem die Faser noch hängt und welches zu beiden Seiten der Trommel an Armen k in k1 drehbar mit der Trommel verbunden ist, gegen das Abfuhrband l (Fig. 30), indem der über den Drehpunkt k1 hinaus verlängerte Arm k2 des Armes k an einen Stift k3 des Maschinengestelles anzuliegen kommt und an demselben entlang gleitet.

Die gekämmte Faser wird, wie in Fig. 30 angedeutet, so abgeworfen, dass sie halb über die letzte Lage hinübergreift; das Schlusstück b4 schwingt direct wieder zurück, die Zangen schliessen sich und die gekämmte lange Faser gelangt zwischen den Walzen mm1 nach einer der bekannten Streckvorrichtungen, am besten einer solchen mit den sogen. Gills (Fig. 23).

Die Kämme g und g3 werden in bekannter Weise mittels der Bürstenwalze g4 und diese wieder durch die Nadeltrommel g5 gereinigt, von welcher der Kämmling in Vliessform mittels der Walzen g6 und g7 abgezogen werden kann. Für die Kämme h1 und h4 ist in gleicher Weise eine Bürstenwalze h5, Reinigungswalze h6 und Abzugswalzen h7h8 mit Handrad h9 angeordnet.

(Fortsetzung folgt.)

Shiels und Elliot's Klingeleinrichtung für Personenzüge.

Mit Abbildungen.

Zur Herstellung einer Verbindung zwischen dem Maschinenführer bezieh. den Zugführern und den Reisenden haben Shiels und Elliot in Glasgow nachfolgende Signaleinrichtung mit gutem Erfolg auf der North British Eisenbahn eingerichtet. Bei derselben ist (nach Industries vom 11. März 1892 * S. 257) sowohl auf der Locomotive, als auch in jedem Schaffnerwägen des Zuges eine elektrische Klingel mit einer Trockenbatterie aufgestellt; diese Klingeln sind durch zwei, durch den ganzen Zug gehende isolirte