Text-Bild-Ansicht Band 292

Bild:
<< vorherige Seite

Kolbendurchmesser eine Querschnittsfläche von 1134 qc und bei 65,7 t Gewichtsbelastung eine Nutzwasserspannung von 57 k/qc hervorbringt.

Bei einem Hub des Accumulatorgewichtes von 3,5 m stellt sich die Wasserlieferung für jeden Hub auf 11,34 . 35 = 396,9 l, während die zur Lasthebung erforderliche Wassermenge bloss 344 l beträgt.

Textabbildung Bd. 292, S. 296
Zwei Worthington-Dampfpumpen von 190 mm Dampfcylinder- und 45 mm Pumpenkolbendurchmesser mit einer Leistung von 30 l/Min. füllen den Accumulator in 13 Zeitminuten.

Textabbildung Bd. 292, S. 296
Bei einer mittleren nutzbaren Wasserspannung von 57 k/qc vermögen aber diese 16 Hebekolben eine Last von 16 . 50 . 57 = 45,6 t zu überwinden.

Dieses in eine Grubenrinne eingeschobene Gitter wird durch diese 16 Druckkolben gleichmässig über die Bühnenflur gehoben und in der Hochstellung erhalten, diese aber durch selbsthätige Riegelwerke (Fig. 80) gesichert, damit bei Rohrbruch oder sonstigem Unfall nicht das Gitterwerk unvermuthet niedergehe. Mit einem an jedem Riegel angeschlossenen Differentialkolben wird dieser zurückgestellt und dabei die schliessende Feder überwunden.

Damit aber das Niederlassen des Gitters erst nach zurückgestellten Riegelwerken eingeleitet werden kann, sind die Vertheilungsventile (Fig. 82) für den Zu- und Abfluss des Presswassers, wie für die vereinigten Riegelwerke mit Zahnrädern derart verbunden, dass das eine Ventilsystem (Fig. 82) nur nach dem anderen in der angegebenen Weise durch ein einziges Handrad bethätigt wird, wozu für die einzelnen Ventile Kammscheiben vorgesehen sind.

Zur Beförderung der wilden Thiere dient eine Hebebühne (Fig. 81) von 4,5 : 4,5 m im Geviert, welche mittels eines gusseisernen Kolbens von 190 mm Durchmesser bei 283,5 qc Querschnittsfläche mittels Presswasser von 57 k/qc Spannung 4,4 m gehoben wird, was einer Hebekraft von 283,5 . 57 = 16000 k entspricht, welcher bei 600 k Eigengewicht des Kolbens und 4000 k Gewicht der Plattform nur eine todte Last von 4600 k gegenübersteht.

An die freie Seite des abgegitterten Fahrschachtes wird der auf Schienen laufende, 4,3 : 3,3 m grosse Löwenkäfig angeschoben, in welchem die Thiere ihren ständigen Aufenthalt finden.

Je nach den Bedürfnissen der Schaustellung wird die Plattform in die Bühnenflur darüber oder unter derselben eingestellt, wozu Anschlagdaumen dienen, die an eine drehbare Stange versetzt angeordnet sind, durch welche nach erfolgtem Anschlag der Hebebühne die Ventile (Fig. 82) selbsthätig abgeschlossen werden.

Neuere Maschinenelemente.

(Schluss des Berichtes S. 232 d. Bd.)

Mit Abbildungen.

5) Seilscheiben und Riemenscheiben.

Unter der Ueberschrift: Ein Hanfseiltrieb mit äusserst geringer Geschwindigkeit macht C. Habermann, k. k. Bau- und Maschineningenieur-Adjunkt, in der Oesterreichischen Berg- und Hüttenzeitung, Bd. 44 S. 580, beachtenswerthe Mittheilungen. Wenn auch unstreitig die grössere Geschwindigkeit bei Kraftübertragungen die grösseren Vortheile bietet, so können doch in den mannigfachen Vorkommnissen der Praxis geringe Geschwindigkeiten vorkommen, deren Umgehung andere, vielleicht noch grössere Unzuträglichkeit mit sich bringt; es heisst dann, von den vorliegenden Uebeln das kleinste zu wählen. Ueber seine Ermittelungen berichtet Habermann Folgendes:

Besagter Hanfseiltrieb ist bei der Wasserhaltungsdampfmaschine am Koziciner Schachte, somit bei einer langsam gehenden Maschine, in Anwendung und hat derselbe die Bestimmung, die von dem Motor abgegebene Kraft an die in einiger Entfernung liegende Kunstkurbelwelle bezieh. an die Kunstwinkel und die an denselben hängenden Gestänge zu übertragen.

Bevor ich jedoch auf die nähere Erörterung dieses Gegenstandes eingehe, will ich vorausschicken, dass bei der genannten Anlage mehrere Arten von Kraftübertragungen versucht wurden, welche sich aber alle mehr oder weniger als nicht sehr zweckdienlich erwiesen. So wurde eine