Text-Bild-Ansicht Band 294

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u. dgl. Waaren, welche nach American Machinist, 1893 Bd. 16 Nr. 14 * S. 1, besonders am Stahlhalterschlitten bemerkenswerthe Einzelheiten darbieten. Der Schlitten a (Fig. 37 und 38) wird auf die Drehbankswage mit dachförmigen Führungen mittels zweier Deckleisten a1 durch eine Klemmschraube r festgesetzt. Eine zweite Platte b, welche in b1 um einen Bolzen schwingt, erhält durch eine Schraube s Schräglagen gegen die Wagerechte, an welche der Querschlitten c, der durch die Schraubenspindel d anstellbar ist, sich anschliesst. In einer aus zwei aufrecht stehenden Leisten gebildeten Tasche schwingt um einen Bolzen m durch Vermittelung eines Excenters n, welcher durch Stellschrauben k und l Einstellung erhält, ein Zwischenstück e, auf welchem die Platte f Winkeleinstellungen um den Drehzapfen g einnehmen kann. Auf diesem Drehstück sind erst zwei Stahlhalterschlitten i und h vorgesehen, welche durch Schraubenspindeln entsprechende Quereinstellung erhalten. Einer der beiden Stahlhalter erhält einen stumpfen Formstahl, mittels welchem das Werkstück abgeschabt und von Sand befreit wird, während der zweite scharfe Formstahl die Bearbeitung des Werkstückes in der Weise durchführt, dass in Folge seines schrägen Schliffes nur nach und nach seine Schneiden zum Angriff kommen. Zudem wird durch das obere Drehstück f ermöglicht, gleiche Form stähle sowohl für Rechts- als auch Linksschnitt zu gebrauchen, und während durch die Schräglage des oberen Zwischenstückes e die Anstellwinkel der Formstähle abzuändern sind, wird bei der Anstellbewegung des Schlittens c die Schnittstelle eine Höhenverstellung gegen die Drehungsachse des Werkstückes durchführen, welcher auf die Schnittwirkung von Einfluss ist.

Textabbildung Bd. 294, S. 83
Durch das Schneckentriebwerk opq wird ferner eine im Schlitten lagernde Schraubenspindel bethätigt, welche in eine feste Rothgussmutter des Spindelstockes eingreift, durch welche eine Längs Verschiebung des Schlittens a erhalten wird. Eine Vierteldrehung des Griffrades q verschiebt den Schlitten a um annähernd ⅓ mm. Der Arbeitsbetrieb wird nach Fig. 37 in der Weise durchgeführt, dass durch Schwingung des rechtsseitigen Hebels das Klemmfutter gespannt und im weiteren Verlauf der Schwingung der Stahlhalterschlitten angestellt und die Bearbeitung durchgeführt wird. Zu diesem Behufe ist der Schwingungsbolzen (Fig. 38) als Hebelwelle verlängert und mit einem Zahnstangengetrieb versehen, mit welchem die Querschlittenbewegung c zur Ausführung kommt, sofern die Handradspindel d ausgelöst ist. Ausserdem erhalten diese Drehbänke noch einen besonderen Schlitten mit drehbarem Stichelkopf.

Taylor's Kugeldrehbank.

Der massenhafte Bedarf an Stahlkugeln bei Fahrrädern ist Veranlassung zur Ausbildung selbsthätig wirkender Maschinen für die Herstellung von Lagerkugeln aus Stahlstäben geworden.

Textabbildung Bd. 294, S. 83
Nach Revue industrielle vom 12. November 1892 S. 454 besteht eine von der Taylor Cooper and Bednell Co. verbesserte Maschine aus einem Spindelstock b (Fig. 39 bis 48) mit Spindelrohr c, auf welcher eine Fest- und Losscheibe sitzt, durch welche aber eine axial festgehaltene zweite Hohlspindel d mit Kegelkopf gelegt ist. Dadurch, dass dem äusseren Spindelrohre c eine kleine axiale Verschiebung ertheilt werden kann, wird der Rohstab x mittels Klemmbacken, welche in Längsschlitzen des Kegelkopfes von c liegen, entsprechend festgehalten, sobald durch die Wirkung der Feder v (Fig. 45) das Spindelrohr c sich in der Rechtslage befindet. Wenn aber durch die Vermittelung eines Gabelhebels f das Spindelrohr c in die Linkslage gebracht ist, wird der Rohstab x frei, so dass derselbe durch das Zangenklemmwerk i (Fig. 45) erfasst und bis zur Anschlagschraube o (Fig. 39) vorgerückt werden kann. Ihre feste axiale Einstellung erhält die Hohlspindel d vorn durch eine am Lagerauge angeschraubte Kappe h und hinten durch eine im Lagerbocke a eingestellte Spurschraube e, an welcher die Windungsfeder für das Zangenklemmwerk i ihren Stützpunkt findet, während die vorerwähnte Feder v sich an Stellringen der Hohlspindel d (Fig. 44) anlegt. Indem nun am äussersten rechten Ende des Rohstabes x eine Kugel anhaftet, welche durch die rechte längere Spitze des Formstahles l (Fig. 43) abgestochen wird, sobald dieser in die vorderste Stellung gelangt, fällt diese durch eine Rinne t des Stahlhalters m in einen Sammelbehälter t2 (Fig. 40 und 42). Durch ein am Winkelhebel u hängendes Gewicht u1 wird aber der Stahlhalterschlitten beständig gegen eine Curvenscheibe n (Fig. 48) gedrückt, während der richtige Abstand der Anschlagnase durch eine Stellmutter m2 geregelt werden kann, was auch eine entsprechende Einstellung des Schneidstahles l mitbedingt. Neben der Curvenscheibe n ist ferner noch