Text-Bild-Ansicht Band 294

Bild:
<< vorherige Seite

Augen. Die ganze Verbindung wird von den Zapfen f gehalten und zugleich entlastet. Das Ganze wird durch die Schrauben k geschlossen.

Textabbildung Bd. 294, S. 268
Biegsame Metallrohre werden von der United Flexible Metallic Tubing Co., Lim., in London nach dem englischen Patent Nr. 11033 vom 11. Juni 1892 hergestellt, indem Blechstreifen so durchgebogen und gefalzt werden, dass sie zu Rohrstücken mit schraubenförmigen Windungen a und b (Fig. 23) geformt werden können. Die Windung a des zweiten Stückes wird über diejenige b des ersten hinweggeschoben, nachdem vorher ein Draht c von Löthmetall in die Rille zwischen a und b eingelegt wurde. Hat das auf diese Weise hergestellte Rohr die gewünschte Länge erreicht, so wird dasselbe in geeigneter Weise erhitzt und dadurch die Löthung der einzelnen Ringe bewirkt. Wenn nöthig, wird das Rohr noch durch eine besondere Löthflüssigkeit gezogen. Auch kann ausser der inneren Löthung bei c eine Löthung ausserhalb stattfinden. Man legt in diesem Falle zwischen die Theile a a einen zweiten Draht aus löthbarem Metall ein und unterwirft das Rohr einer nochmaligen Erwärmung. Ein Metalldoppelschlauch mit entgegengesetzten Windungen wird von H. Witzenmann in Pforzheim (D. R. P. Nr. 76745 vom 2. Februar 1894) in der Weise dargestellt, dass die Windungen der beiden in einander gesteckten, an ihren Enden fest mit einander verbundenen Metallschläuche, aus denen der Doppelschlauch besteht, in entgegengesetztem Sinne verlaufen, wodurch beim Verwinden des Doppelschlauches in beliebigem Sinne sich stets der eine Schlauch sperrt und dadurch das Aufdrehen, d.h. Undichtwerden des anderen Schlauches verhindert.

Textabbildung Bd. 294, S. 268
Eine Arbeit, die beim Legen und bei etwaigem Bruch häufig vorkommt, ist das Abschneiden von Rohrenden. Einen einfachen Apparat zu dieser Arbeit hat D. W. Frech angegeben. Er besteht nach Fig. 24 aus einem ringförmigen Rahmen mit Ansatz, einem daran drehbaren Schlitten mit Support und der Antriebvorrichtung. Der Schlitten dreht sich am Rahmen mittels einer Führung und ist mit dem kegelförmigen Zahnkranze, sowie dem Supporttheile in einem Stücke gegossen.

Beim Gebrauch wird der Rahmen an das zu schneidende Rohr mittels Setzschrauben geschraubt. Die Drehung der Handkurbel pflanzt sich durch das Getriebe auf das Zahnrad und durch dessen Welle, sowie das Kegelgetriebe auf den Zahnkranz fort. Der Schlitten mit dem Werkzeugstahle dreht sich langsam im Kreise, wobei der Stahl in das Rohr einschneidet. Nach jedem Umgang trifft ein stellbarer Anschlag in der Nähe des Kegelgetriebes auf das Sternrad, verdreht dasselbe um einen Zahn und rückt den Werkzeughalter vor. Um dem Support bei der Drehung um das Rohr freien Spielraum zu geben, ist das Ende des zu schneidenden Rohres auf einen Klotz zu legen.

Die Vorrichtung wird in Grössen für Röhren von 100 bis 1220 mm lichtem Durchmesser von Benjamin C. Smith in New York in den Handel gebracht. Es sollen zwei Mann mit der Vorrichtung in 40 Minuten ein Rohr von 500 bis 600 mm Durchmesser abstechen können, wozu von Hand fünf oder sechs Mann 60 bis 75 Minuten nöthig haben.

(Fortsetzung folgt.)

Neuerungen in der Schleiferei.

(Fortsetzung des Berichtes S. 175 d. Bd.)

Mit Abbildungen.

Ch. Wing's Schleifmaschinen.

Die Benetzung der Schmirgelschleifkörper mit dem im Trog angesammelten Wasser erfolgt selbsthätig durch die Fliehkraft, indem das Wasser an Stellen des kreisenden Körpers zugeleitet wird, von denen aus die Geschwindigkeit stetig zunimmt. Dadurch, dass den Schleifkörpern eine Kegelform gegeben wird, kann das Abspritzen des Wasserschleiers von der äusseren Mantelfläche verhütet und nach hochliegenden Oeffnungen zugeführt werden, die nach dem Sammelbehälter leiten. Ueberdies wirkt die im Behälter angesammelte Flüssigkeit kühlend auf das Spindellager ein.

Textabbildung Bd. 294, S. 268
Nach diesem Grundsatz (D. R. P. Nr. 61565 vom 27. August 1891) ausgeführte Schleifwerke mit liegender und stehender Spindel sind in Fig. 1 bis 3 nach Prakt. Maschinenconstructeur, 1892 Bd. 25 Nr. 23 * S. 178, dargestellt. Beschreibungen darüber sind in The Engineer, 1893 Bd. 1 * S. 235, Engineering News vom 15. August 1891, * S. 149, u.a. zu finden.

Im Behälter a mit eingegossenen Lageraugen sind Lagerbüchsen b eingesetzt, in welche die Spindel c mit den Schleifringen d laufen. Bethätigt wird die Spindel durch eine Riemenscheibe e vom Deckenvorgelege aus. Die Schmirgelschleifkörper sind an Nabenscheiben f angebracht, die vermöge ihrer Gestaltung als Wurfscheiben wirken. Zudem sind diese durch Kapseln g abgedeckt, so dass die der Mantelstelle der grössten Geschwindigkeit zulaufende Flüssigkeit an hochliegende Bodenöffnungen trifft,