Text-Bild-Ansicht Band 296

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Ausführung her. Die schwach keilförmigen Fräsemesser werden durch Kegelkopfschrauben nach aussen gegen die schwalbenschwanzförmigen Zahneinschnitte angedrückt und dadurch festgehalten.

Weil aber sowohl die Herstellung der nach innen sich erweiternden Zahneinschnitte je einen Doppelschnitt erfordert, als auch das Einlegen der Messerfräsen nur von der Seite stattfinden kann, so ist eine zweite Bauart (Fig. 17) angewendet worden.

Textabbildung Bd. 296, S. 209

Zwischen je zwei radial stehenden Zahnnuthen von gleichbleibender Weite bleibt ein voller Zahn stehen, an dessen Flanken sich zwei Messer anlegen. Nun wird jeder zwischen zwei festen Zähnen befindliche Zahn durch einen schwachen Querschlitz federnd gemacht, so dass mittels eines kegelförmigen Stahldornes diese Flügel an die Messer gepresst werden können. In Fig. 18 bis 20 sind diese Fräsekopfconstructionen zusammengezogen.

Textabbildung Bd. 296, S. 209

Ingersoll's Fräsen.

Eigenartig in der Bauart sind die von der Ingersoll Milling Machine Co. in Rockford, Ill., hergestellten Fräsen, welche nach American Machinist, 1892 Bd. 15 Nr. 31 bezieh. 41 * S. 5 und 3, in Fig. 21 und 22 vorgeführt werden.

Textabbildung Bd. 296, S. 209
Textabbildung Bd. 296, S. 209

Nach Schraubenlinien angeordnet und entsprechend vertheilt werden zapfenartige Einsätze, die in Schneiden endigen, in die Grundkörper eingesetzt, während flache Messereinsätze die mittlere Theilungsfuge wechselweise übergreifen. Unter Umständen können sogar kugelförmige Grundkörper (Fig. 21) mit solchen Einsatzstählen versehen und Form fräsen ausgebildet werden, welche mit seitlichen Messerfräsen einen Satz geben, der zur Bearbeitung eines Werkstückes (Fig. 23) Verwendung finden kann.

Zur Ergänzung sei noch eine aus einzelnen Zahntheilen zusammengesetzte Formfräse von J. Thomson in Hartford, Conn., angeführt, welche nach dem amerikanischen Patent Nr. 509145 vom 23. Januar 1893 in Fig. 24 gezeigt ist.

Textabbildung Bd. 296, S. 209

Wie die Speichen eines Wagenrades setzen die Enden der einzelnen Formzähne in entsprechende Kerben des Fräserdornes ein, werden durch Seitenscheiben mit angedrehten Ringleisten im Mittel gehalten und zwischen Bund und Mutter festgeklemmt.

In der Wirkung den Fräsen mit Einsatzmesser vergleichbar ist die Cylinderfräse Fig. 25 von Brown und Sharpe in Providence, R. I.

Die rechtsgängig steil gerichteten, nach links schneidenden Zahnriffen werden durch eine schraubenförmige, linksgängige, schwach ansteigende, 3 mm tiefe, 10 bis 17 mm breite flache Rille derart unterbrochen, dass abwechselnd in der Drehungsebene eine Lücke durch den Zahn der folgenden Riffe gedeckt wird. Dadurch wird eine Zerkleinerung der Fräsespäne und ein leichteres Arbeiten angestrebt.

Textabbildung Bd. 296, S. 209

In Fig. 26 ist nach dem amerikanischen Patent Nr. 509301 vom 7. Januar 1893 eine Fräse mit Einsatzstählen für Holzbearbeitung angeführt. Dieses von H. Ernsberger in North Creek, Ohio, verbesserte Fräsewerkzeug besteht aus einem Scheibenkörper mit sechs ausgefrästen cylindrischen Randlöchern, in welche die aus Stahlröhren abgestochenen Messer mittels zweier Klötzchen gehalten werden, die durch eine Spannschraube an die Lochwand gepresst werden.

Textabbildung Bd. 296, S. 209

C. Raabe's Formfräse mit eingesetzten Stählen.

Nach dem D. R. P. Nr. 64309 vom 1. September 1891 besteht diese, Carl Raabe in Berlin patentirte zusammengesetzte Formfräse (vgl. Zeitschrift für Instrumentenkunde, 1892 Bd. 12 Nr. 7 * S. 231) aus einer mittleren Scheibe a (Fig. 27 bis 30) mit angesetzten Nabenwarzen b, in die wechselseitig je drei durch Schräubchen d versicherte Stiftschrauben c eingesetzt sind. An diese mittlere Nabenscheibe a werden Deckelscheiben f durch Schraubenmuttern c angeschlossen, die wieder je drei rechts- bezieh. linksseitige Fräsemesser g einklemmen.

Diese sechs Fräsemesser werden aus einer Stahlscheibe mit Formquerschnitt geschnitten, in Folge dessen die vorderen Schneidkanten h nach einem Zugkreis gerichtet sind, wodurch die Rückenkante des eigentlichen fertigen