Text-Bild-Ansicht Band 301

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Schleife sind zwei solcher Uhren bestimmt, für den Fall, dass ein neues Gespräch begonnen wird, bevor die erste Sanduhr vollends abgelaufen ist. Ein in der Höhe und nach der Seite verstellbares Mikrophon. Einen Rahmen mit Klinken und Klappen (Fig. 10) und zwar: Eine Schiene mit 6 Klappen, deren Deckel die Bezeichnungen A1, A2 A3, F1, D und F2 (Fig. 10) tragen. A1 bis A3 sind die Klappen vom Ortsvermittelungsamt, F1 und F2 die Klappen der Schleife bei Endstellung und D die Klappe bei Zwischenschaltung des Schrankes.

Textabbildung Bd. 301, S. 79

Dieser Klappenschiene folgt eine Klinkenschiene mit 5 Klinken – E, E, A1, A2 und A3 von denen E = Erde und A1 bis A3 Ortsklinken bedeuten.

Nun folgen 4 Klinkenschienen mit je 10 Klinken und haben diese den Zweck, mehrere Schränke parallel schalten zu können, sofern eine grössere Anzahl Fernschränke sich in einem Amte befinden. Bemerkt sei, dass eine Prüfung auf frei oder besetzt nicht stattfindet, sondern eine Benachrichtigung an den nahe sitzenden Beamten, bei der sehr selten eintretenden Benutzung fremder Schleifenleitungen, durch Zuruf erfolgt.

Die nächste Klinkenschiene enthält 8 Klinken und zwar von links 2 Klinken ab der Schleifenleitung 1 als Endstelle, eine Klinke F1 zum Einschalten der Betriebsapparate in die Schleife 1, 2 Klinken D1D2 für die durchgehende Schleifenleitung bei Einschaltung als Zwischenstelle; 2 Klinken ab und eine Klinke F2 in gleicher Weise für die Endschaltung 2. Die Bezeichnungen sind an den Klinken des Schrankes sichtbar gemacht.

Auf dem breiten Tisch, auf welchem reichlich Raum zum Notiren der Gespräche freigelassen, befinden sich die Stöpsel, Hörumschalter und Tasten (vgl. Fig. 9 und 11).

Die etwas zurückliegenden 4 Stöpsel S1, S2, SS1 und SS2 werden nur bei etwaigen Störungsfällen benutzt und sind je 2 Stöpsel durch eine Schnur zusammen verbunden. Die Stöpsel ab werden bei den Schleifenklinken a b verwendet.

Die Stöpsel JS1 bezieh. JS2 stehen mit der Uebertragung von der Schleife auf die Ortseinzelleitung (dem Inductorium) in Verbindung, während der Stöpsel S mit den Betriebsapparaten des Fernsehrankes verbunden ist.

Von den in Fig. 9 und 11 ersichtlichen Hörumschaltern dienen die äusseren beiden H1H2 zur Ein- und Ausschaltung der Doppelleitungen auf Klappe oder Taste und Sprechapparat, während die beiden inneren Hörumschalter U1U2 zur Ein- und Ausschaltung der beiden an den Schrank geführten Doppelleitungen in eine durchgebende Schleife (Schrank als Zwischenstelle) mit Einschaltung der Klappe D angeordnet sind.

Mittels der beiden äusseren T1T2 wird die eine oder andere der zwei Schleifen, mit der mittelsten Taste TA die Ortsleitung bezieh. das Ortsvermittelungsamt gerufen. Die Stöpsel, Hörumschalter und Tasten sind, wie bei dem Vielfachumschalter angegeben, durch rothe und schwarze Griffe noch besonders zu unterscheiden.

Unter der Tischplatte (Fig. 9) befindet sich ein Löffeltelephon mit Hebel zum Ein- und Ausschalten der Mikrophonbatterie. Hinter dem Schrankaufsatz sind 40 Klemmen zum Anschliessen der Leitungen, Batterien und der beiden Inductionsübertrager (System Krüger) angebracht. Ferner befindet sich daselbst die Mikrophonrolle und das Summerrelais. Letzteres, sowie das dazu gehörige Dosentelephon mit Schalltrichter ist in neuester Zeit fortgelassen. Nach meinem Dafürhalten könnte der vernickelte und mit Mechanismen zum Umklappen versehene Messingrahmen mit den Sanduhren ebenfalls fortfallen, da dieser den Fernschrank sehr vertheuert, ohne gerade sehr nöthig zu sein.

In den Fernämtern befinden sich ohnehin vorzügliche, mit grossen Minuten- und Secundenzeigern versehene Uhren, und die Beamten sind gezwungen, bei Beginn und Ende der Unterhaltung die genaue Gesprächszeit und Dauer von dieser Uhr zu entnehmen, so dass das jedesmalige Einstellen einer Sanduhr nur eine vergrösserte Arbeit bedeuten dürfte.

Textabbildung Bd. 301, S. 79

Die Schaltung der einzelnen Apparate ist folgende: Im Ortsvermittelungsamt sind die Leitungen zum Fernschrank