Text-Bild-Ansicht Band 318

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Die zweite Ausführung betrifft einen Lokomobilkessel mit Ueberhitzer (Fig. 139 und 139a) von R. Wolf-Magdeburg-Buckau. Diese Firma hat sich um die Einführung der Dampfüberhitzung beim Lokomobilbetrieb grosse Verdienste erworben.

Textabbildung Bd. 318, S. 21

Der aus Spiralröhren gebildete Ueberhitzer wird von den Heizgasen nach dem Verlassen der Heizröhren bestrichen. Der gesättigte Dampf wird dem Dampfdome entnommen und strömt durch ein im ersten Teile im Dampfraum gelagertes Rohr nach dem Ueberhitzer und durch ein ähnlich angeordnetes Rohr zum Schieberkasten des Hochdruckzylinders.

Die Feuerbüchse des Kessels ist auch hier aus einem Wellrohr hergestellt.

Der grosse Fortschritt, der durch die Einführung der Dampfüberhitzung im Lokomobilbetriebe durch R. Wolf erzielt wurde, wird am besten durch die Versuchsergebnisse gekennzeichnet, die Prof. L. Lewicki-Dresden an einer R. Wolfschen Heissdampflokomobile erzielte.

Der gesättigte Dampf von 190,57° C. wurde auf 329,6° C. überhitzt, wobei die Temperatur der Fuchsgase 215° C. betrug. Die gebremste Leistung betrug 108,55 PS, die indizierte Leistung 118,47 PS, sodass sich ein mechanischer Wirkungsgrad von 91,6% ergab. Der Kohlenverbrauch für eine gebremste PS-Std. betrug hierbei nur 0,618 kg; der Dampfverbrauch nur 5,293 kg, was als ein ausserordentlich günstiges Ergebnis bezeichnet werden muss.

(Fortsetzung folgt.)

Neuere Pumpen.

Von Fr. Freytag, Chemnitz.

(Fortsetzung v. Seite 784, Bd. 317.)

Zur Lieferung des Kondensationswassers für die auf dem Marsfelde in Betrieb befindlichen Dampfmaschinen der Pariser Weltausstellung 1900 – normal etwa 3600 cbm in der Stunde – sowie zur Speisung vor dem Wasserschlossder Ausstellung angelegter Bassins dienten vier liegende Zwillingspumpen mit Ausgleichwerk der französischen Filiale der Worthington-Pumpengesellschaft, die zusammen 7200 cbm Wasser in der Stunde auf etwa 20,50 m Höhe förderten.