Text-Bild-Ansicht Band 318

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(Le Génie civil vom 18. August 1900.) Die in einem besonderen Gebäude am linken Seine-Ufer in der Nähe der Jena-Brücke mitsamt den zur Erzeugung- des Treibmittels dienenden Dampfkesseln untergebrachten Pumpen bestehen aus je zwei, Seite an Seite angeordneten Dreifachexpansions-Dampfmaschinen (Fig. 24 u. 25) mit hinter einander liegenden Zylindern A, A' und A'' von 305, 508 und 864 mm Bohrung für 610 mm Hub, deren Kolben die Plunger der beiden Pumpenzylinder B von je 660 mm Bohrung gemeinsam bethätigen.

Zu dem Zwecke ist der erste Dampfkolben mit der Stange des Plungerkolbens, der dritte mittels zweier seitlicher Stangen mit dem Kreuzkopf und der zweite mit dem dritten Dampfkolben durch eine zentrale Stange verbunden. Diese Einrichtung gestattet das Herausnehmen eines jeden Kolbens für sich bei Entfernung nur eines einzigen Zylinders, was unmöglich ist, wenn die drei Kolben auf einer gemeinsamen zentralen Stange befestigt werden.

Textabbildung Bd. 318, S. 22

Die in Bohrungen an den Enden der Zylinder liegenden Einlassschieber von zylindrischer Gestalt erhalten ihre Schwingbewegung je mittels eines an der sogenannten Corlissscheibe des betreffenden Dampfzylinders angreifenden Kulissenhebels, der selbst wieder mittels Lenkstange von dem Kreuzkopf der zugehörigen Maschinenseite aus, die Schwingscheibe dagegen von der Kolbenstange der anderen Maschinenseite aus bethätigt wird. In den besonders aufgezogenen ringförmigen Mänteln der Einlassschieber sind die Dampfkanäle genau eingefraist.

Die zwecks leichten Ingangbringens zum grössten Teil entlasteten Auslassschieber werden von den Schwingscheiben der Dampfzylinder aus mittels zwischengeschalteter Hebel und Stangen direkt angetrieben. Füllungsänderungen der Dampfzylinder – zwischen 15 bis 95 Prozent des Kolbenhubes – lassen sich mittels der vorgenannten Kulissenhebel selbst während des Ganges der Maschine vornehmen. Der Frischdampf durchströmt vor seinem Eintritt in die Zylinder einen Wasserabscheider S; nach erfolgter Arbeitsverrichtung im Hochdruckzylinder A tritt er in einen von frischem Kesseldampf umspülten Ueberhitzer J, hierauf in denMitteldruckzylinder A' und nach Ausnutzung in diesem in einen dem ersteren gleichen Ueberhitzer J', sodann in den Niederdruckzylinder A''.

Die Dampfzylinder sind von Heizmanteln umgeben und das in diesen wie auch in den Ueberhitzern und dem Abscheider angesammelte Kondenswasser wird mittels einer kleinen selbstthätigen Pumpe T in die nach den Kesseln führende Speiseleitung gedrückt.

Das Dampfausströmrohr jeder Maschine führt nach einem hinter