Text-Bild-Ansicht Band 318

Bild:
<< vorherige Seite

Wärmestrahlung der Feuerung und auch vor direkter Einwirkung der Sonnenstrahlen geschützt ist. Selbstverständlich niuss die Aufhängung eine entsprechend solide sein.

Der Hauptteil des Apparates ist die eigentliche Wage, welche aus dem Wagebalken 2 (Fig. 4), dem Wiegegefäss 3 und dem Kompensationsgefäss 4 besteht. Diese beiden Gefässe, welche in unbelastetem Zustande genau gleich schwer sein müssen, sind mittels empfindlicher Pfannen und Schneiden an dem Wagebalken aufgehängt. Das untere offene Ende des Wiegegefässes 3 ist in einen Hals 5 ausgezogen und kann sich frei in dem Glasstutzen 6 bewegen, welcher auf dem Brettchen 7 aufsitzt und den seitlichen kleinen Stutzen 8 besitzt. Ueber letzteren ist der Schlauch 9 gestülpt und durch diesen steht Stutzen 8 mit der Gasableitung in Verbindung, die weiter durch eine mittels Kautschukpfropfens 10 in der Gehäusewand eingedichtete Glasröhre 11 hergestellt wird (Fig. 3).

Textabbildung Bd. 318, S. 35
Textabbildung Bd. 318, S. 35

In den Glasstutzen 6 ist das Steigrohr 12 eingeschmolzen, welches am oberen Ende mit einer kugelförmigen Erweiterung versehen ist und in das Innere des Wiegegefässes hineinragt. An dem Umfange der Erweiterung befinden sich kleine Oeffnungen, durch welche das Gas austreten kann.

Das Steigrohr 12 steht am unteren, aus dem Glasstutzen herausragenden Ende durch Gummischlauch 13 und Glasrohr 14 (Fig. 3) mit der Gaszuleitung in Verbindung. Diese letztere wird ebenfalls durch ein mittels Kautschukpfropfens in die Gehäusewand eingedichtetes Glasrohr hergestellt.

Um den ganzen Apparat und insbesondere die eigentliche Wage vor Staub und anderen Beeinflussungen zu schützen, muss das Gehäuse entsprechend verschlossen werden. Dies geschieht mittels der Glasscheibe 16, Gummidichtung 17, Deckel 18 (Fig. 5) und Schrauben 19 (Fig. 4) in der Weise, dass der schmälere Teil der Gummidichtung zwischen Glasscheibe und Kasten, der breitere Teil zwischen Glasscheibe und Deckel zu liegen kommt, da letzterer weniger eben ist, als die gehobelte Kastenschlussfläche.

Die Zu- und Ableitung der Gase geschieht durch eine Rohrleitung aus sorgfältig gerade gerichteten, ¼'' weiten Gasrohren, welche von den Gasentnahmestellen nach demApparate und von diesem nach dem Fuchse zurückführen. Vor dem Verlegen müssen die Rohre sorgfältig untersucht werden, ob sie vollständig rein sind. Die Verbindung der einzelnen Rohrstücke kann entweder durch sorgfältig mit Hanf und Mennige abgedichtete Muffen, oder durch Schlauchstücke erfolgen. Die Rohre müssen mit etwas Neigung verlegt werden, damit dem sich bildenden Wasser Gelegenheit geboten ist, abzulaufen.

Textabbildung Bd. 318, S. 35
Textabbildung Bd. 318, S. 35

Das Ansaugen der Gase selbst wird durch einen kleinen Luftstrahlapparat (Fig. 6) bewerkstelligt, welcher durch den natürlichen Kesselzug selbst bethätigt wird, indem durch die Düse 20 und das ¾ Zoll weite Rohr 21 ein kontinuierlicher Luftstrom infolge der Zugwirkung des Schornsteines streicht, welche seinerseits wieder eine saugende Wirkung auf die Gase im Ableitungsrohr 22 ausübt, welch letzteres nach dem Apparate führt. Die saugende Wirkung im Rohr 22 wird dadurch hervorgerufen, dass infolge des durch die Düse 20 gehenden Luftstrahles in der Kammer k eine Luftverdünnung erzeugt wird, welche bewirkt, dass die Rauchgase in ununterbrochenem Strome zirkulieren.

Zur weiteren Vervollständigung und zum ordnungsgemässen Arbeiten des Apparates sind in das Gaszuströmrohr noch verschiedene kleine Neben-Apparate eingeschaltet.

Kurz vor der Vereinigung der beiden nach zwei verschiedenen Gasentnahmestellen führenden Rohre 23 und 24 (Fig. 7), deren Verbindung durch das U- Stück 25 hergestellt wird, ist ein Wassersack 26 angebracht, welcher von vornherein mit Wasser gefüllt wird und alles aus den Rohren 23 und 24 kommende Wasser aufnimmt und überlaufen lässt.

Textabbildung Bd. 318, S. 35

Das Gasentnahmerohr selbst ist durch Fig. 8 dargestellt und besteht aus einem ¾ Zoll weiten Rohrstück 27, welches am besten aus Glas oder Porzellan besteht. Um dasselbe zeitweise von Russ und Flugasche reinigen zu können, erhält es am oberen herausragenden Ende einen abnehmbaren Verschlussstopfen 28. Die Verbindung zwischen Entnahmerohr und Gaszuleitung geschieht durch Muffe 29, in welche der Verschlussstopfen 28 mittels Kautschukringes 30 eingedichtet ist. Auf dichtes Einsetzen des Stopfens 28 und des Gasentnahmerohres in das Mauerwerk mittels Lehm oder dergl. ist besonders zu achten. Die Entnahmeröhren müssen ferner soweit in die Feuerzüge eingeführt werden – mit Ausnahme der unmittelbar hinter dem Feuer befindlichen –, dass die Rohrmündung möglichst mitten im Gasstrom liegt