Text-Bild-Ansicht Band 318

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frei hängt, gehalten durch den in der Nut l2 sitzenden Rand. Es ist nur noch nötig, den Boden s so zu verschieben, dass er die Fertigform b unten abschliesst und oben einen Deckel mit Pressluftzuführung aufzusetzen, um den Glaskörper durch Blasen zu vollenden.

Textabbildung Bd. 318, S. 108
Textabbildung Bd. 318, S. 108

In der eben geschilderten, von Windmill angegebenen Weise ist auch die in Deutschland bereits ziemlich verbreitete Press- und Blasemaschine des Amerikaners Blue1) eingerichtet (Deutsche Patentschrift 102845, erschienen 1899). Nach dem Windmillschen Gedanken ist auch eine beträchtliche Anzahl von Maschinen mit mehrfacher Wirkung konstruiert worden. Vielfach findet sich die Einrichtung, eine Mehrzahl von Pressformen und von Blaseformen auf je einem sich drehenden Tische kreisen zu lassen. Die Tische stehen so, dass ihre Umfange sich berühren. An dieser Berührungsstelle wird je eine Press- und eine Blaseform zur Zusammenarbeit in der oben geschilderten Weise gebracht. Es sind auch völlig selbstthätig arbeitende Maschinen dieser Art konstruiert worden. Die Fig. 8 und 8a zeigen eine von dem Amerikaner Pyle herrührende, selbstthätig arbeitende Maschine (Oesterreichische Patentschrift 4812). Fig. 8

Textabbildung Bd. 318, S. 108
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ist eine Draufsicht. Fig. 8a ein Schnitt nach xx der Fig. 8. a ist der die Bläseformen, b der die Pressformen, tragende Tisch; jener dreht sich im Uhrzeiger-Sinne, dieser entgegengesetzt, c (c1, c2) sind die 6 Blaseformen, d (d1)

1)

Anm. Ein näheres Eingehen auf die Bluesche Maschine unterbleibt, weil diese Maschine demnächst in einem besonderen Aufsatze behandelt wird.