Text-Bild-Ansicht Band 318

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Welle werden die Ritzel a und b durch Klauenkupplungen g und h verbunden.

In der gezeichneten Stellung ist Welle c ganz nach rechts verschoben und Kupplung g eingerückt, deren eine Hälfte das auf c aufgekeilte Sperrrad e bildet. Damit treten die Hubritzel a in Wirksamkeit, die mit ihrer Welle durch Federn verbunden aber durch Anschläge verhindert sind, deren Verschiebung mitzumachen. Die Kupplung h ist ausser Eingriff. Am freien Fall wird die Unterflasche des kleinen Hubwerks durch das Sperrrad f gehindert, dessen mit Gewicht belasteter Sperrzahn in dieser Stellung eingreift und das Ritzel b festhält.

Wird nun die Welle c nach links verschoben, so kommt Kupplung g ausser Eingriff, gleichzeitig aber fällt der Sperrzahn des Sperrrades e ein und verhindert die Welle c sich zu drehen, setzt also das grosse Hubwerk still. Stattdessen wird Kupplung h und damit Ritzel b eingerückt, während der zugehörige Sperrzahn an der schrägen Fläche des Sperrrades hinaufgleitet und ausser Eingriff kommt.

Textabbildung Bd. 318, S. 116

Durch die selbstthätige Sperrung des nicht in Thätigkeit befindlichen Getriebes2) ist jede Sicherheit gegen Unglücksfälle durch unvorsichtiges Ausrücken gegeben. Falls die Zähne der Kupplungen beim Einrücken nicht aufeinander passen, muss der Führer den Motor in der Hubrichtung anlaufen lassen.

Die Abmessungen der Trommel Vorgelege sind t = 15π, z = 12/60, bezw. t = 15π, z =23/37, die Trommeldurchmesser 650 und 475 mm.

Die Unterflasche hängt beim grossen Hubwerk in 8, bei der Hilfswinde in 4 Strängen, doch beträgt die Uebersetzungnur 1 : 4 bezw. 1 : 2. Zum Ausgleich bei ungleichmassiger Seildehnung dient eine im Katzenrahmen fest gelagerte Rolle. Bei der Ausbildung des Flaschenzuges ist darauf Rücksicht genommen, dass die Seile nur wenig aus der Mittelebene der Rollen abgelenkt und nur in einem Sinne gebogen werden.

Die Trommel wird, um an Baubreite zu sparen, bis auf den letzten Gewindegang ausgenutzt. Die im Anfang immer auftretende Seildehnung würde daher ein Aufziehen des Hakens in die höchste Stellung in kurzer Zeit unmöglich machen, wenn nicht dafür gesorgt wäre, dass das Seil in einfacher Weise nachgespannt werden kann. Daher ist, wie Fig. 123 und 126 zeigen, das Seil um die Trommelnabe geschlungen und mit Schrauben leicht lösbar festgeklemmt.

Besondere Beachtung verdient die Aufhängung des Hakens an der Unterflasche, die mit Rücksicht auf Ersparnis an Bauhöhe so ausgebildet ist, dass der zwischen den Rollen hochgeführte Hakenschaft sich mit Kugellager unmittelbar auf die Rollenachse stützt.3) Durch den doppelten Anzug des Seiles wird vermieden, dass die Unterflasche sich schief stellt, wie es bei einseitigem Seilangriff infolge der höheren Spannungen in den ersten Seilsträngen geschieht und Biegungsspannungen im Hakenschaft zur Folge haben kann. Wenn der Haken sich seiner höchsten Stellung nähert, so wird der Führer durch elektrische Glockensignale aufmerksam gemacht, Falls diese nicht gehört werden sollten, stösst die Flasche an die Katze an. Damit in solchem Falle kein Bruch oder Beschädigung des Motors eintritt, ist in das grosse Rad des Motorvorgeleges eine Ueberleistungskupplung eingebaut, die auch sonst in Thätigkeit tritt, wenn

2)

D. R. P. a.

3)

D. R. P. 137336.