Text-Bild-Ansicht Band 318

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Haupthubwerk, Maximallast 40 t:

Hilfshubwerk; Maximallast 8 t:

Die Hubhöhe beträgt 10 m.

Textabbildung Bd. 318, S. 118

Zum Festhalten der Last dient die schon erwähnte Bandbremse mit Lüftmagnet, während beim Senken der Motor als Stromerzeuger arbeitet. Die elektrische Ausrüstung ist von Helios geliefert und entspricht der auf S. 434 f., Jahrg. 1902, beschriebenen Ausführung für den 30 t Kran der Duisburger Maschinenbau-Aktiengesellschaft.

Für den Antrieb des Fahrwerks ist ein 6pferdiger Motor mit 650 Umdrehungen gewählt, der mit dreifachemRädervorgelege zwei Laufräder antreibt. Die letzte Vorgelegewelle ist über die Katzenbreite durchgeführt und greift in die Zahnkränze der auf Bolzen lose drehbaren Laufräder ein. Auch hier ist in das erste Vorgelege eine Ueberlastungskupplung eingebaut, die wohl vor allem dann in Wirkung tritt, wenn der Führer das Glockensignal nicht beachtet hat und die Katze gegen die Begrenzungen der Fahrbahn anlährt. Die erste Vorgelege welle ist ähnlich gelagert wie beim Hubwerk, die Fahrgeschwindigkeit ist 24 m/Min. bei angehängter Höchstlast und ca. 40 m/Min. bei leerem Haken.

Die Länge der Katze in Richtung der Fahrbahn beträgt 2260 mm, die Breite 2760 mm. Die Entfernung vom Hakenmaul bis Oberkante Katze ist ca. 1800 mm.

Die aus Fachwerk konstruierten Kranbrücken der Laufkrane von H. Rieche weisen die Eigentümlichkeit auf, dass an Stelle der inneren Spurkränze der Laufräder Führungsrollen treten, die geringere Reibung ergeben als jene. Die äusseren Spurkränze sollen nur im Notfall zur Wirkung kommen.5) Der Führerkorb wird, wenn es im Interesse vollkommener Ausnützung des Werkstattraumes wünschenswert erscheint, höher gelegt als sonst üblich. Falls dabei der freie Ausblick beschränkt wird, kann dem Führer durch Winkel Spiegel die Last bequemer sichtbar gemacht werden. Da der Führer zum Umkuppeln der Hubwerke die Katze zu sich heranzufahren und das Handrad zu bedienen hat, so muss dessen Lage von der Höhe des Korbes abhängig sein. Wenn erforderlich, wird es tiefer gelegt, als in Fig. 126 gezeichnet, und die Welle mit Hilfe eines Hebels verschoben.

(Fortsetzung folgt.)

Wert und Bestimmung des Kohlensäuregehaltes der Heizgase.

Von A. Dosch, Köln.

(Schluss von S. 112 d. Bd.)

Die Absorptionsgefässe e1 bis c3 (resp. c1 und c2, siehe Fig. 46 S. 112) bestehen aus dem eigentlichen Absorptionsgefäss, welches mit Glasröhren gefüllt ist und einem Mantelgefäss, welches das erstere umschliesst. In den so entstandenen Ringraum treten die Absorptionsflüssigkeiten ein. Unten haben die Doppelgefässe einen Tubus, durch welchen die Glasröhren eingeführt werden können, durch welchen aber auch mittels Schläuche l1 bis l3, die mit Quetschhähnen geschlossen sind, die Entleerung und Füllung mit den Absorptionsflüssigkeiten erfolgt. Auf diese Weise ist erreicht worden, dass der Apparat äusserst transportsicher wurde und zugleich das Füllen und Entleeren der Rohre gestattet, ohne einen Teil des Apparates abbauen zu müssen. Jedes Umschliessungsrohr der Gefässe c ist oben mit einem angeschmolzenen Glasrohr versehen, über welches je ein Gummiballon zur Abhaltung des Sauerstoffes der atmosphärischen Luft geschoben wird.

Eine kleine Vorrichtung, die jedoch von wesentlicher Bedeutung für das bequeme Arbeiten mit dem Apparat ist, ist der drehbare Schlauchhalter h. In ihm wird der Schlauch des Saugers, der oben an die Bürette anschliesst, und der Gasentnahmeschlauch d, welcher zum Filter e führt, eingelagert. Die Schläuche können infolgedessen nicht knicken und werden gleich oben seitwärts vom Apparat geführt, so dass sie handgerecht untergebracht sind, aber das Arbeiten an den Hähnen und das Ablesen an der Bürette nicht hindern. Für den Transport kann der Schlauchhalter in den Kasten zurückgedreht werden.

Die Absorptionsflüssigkeiten sind in Vorratsflaschen n1 bis n3 mit Patentverschiuss untergebracht, die in 3 Abteilungen des Kastens transportsicher lagern. Ein beigegebener kleiner Trichter m dient zum Füllen der Absorptionsrohre. In der Abteilung o findet die Niveauflasche i Platz, während der Sauger g1 und kleinere Teile in demFache p untergebracht sind. Die Transportflaschen und die Niveauflasche werden für den Transport selbst in zugehörige Friesstücke gehüllt.

Die Handhabung und sonstige Inbetriebsetzung des Apparates ist ähnlich, wie die der früheren und dürfte nach der Beschreibung und Handhabung der oben behandelten Apparate unschwer zu erkennen sein.

5. Apparat nach Arndt. 1)

Wie des öfteren schon darauf hingewiesen wurde, ist es in der reinen Praxis nicht immer möglich, ganz genaue Heizgasuntersuchungen anzustellen, d.h. ausser Kohlensäure auch Sauerstoff, Kohlenoxyd, Wasserstoff u.s.w. zu bestimmen, sondern man wird und muss sich oft damit begnügen, nur den Kohlen Säuregehalt festzustellen. Es ist daher für solche Fälle auch nicht erforderlich, dass der Apparat Vorrichtungen zur Bestimmung anderer Gasarten enthält, wenn im übrigen nur auf recht praktische Anordnung für die Bestimmung der Kohlensäure Rücksicht genommen ist. Ein Apparat, welcher dieses Ziel erstrebt und wohl erreicht, ist derjenige von der Firma Wwe. Joh. Schumacher zu Köln.

Der Apparat besteht aus dem Messgefässe M (Fig. 48, resp. M1 und M2, Fig. 47), der Kautschukpumpe P, dem Filter F, dem Gefäss für die Kalilauge K und der aus dem Halter herausnehmbaren Flasche S. Die rechts oben im Kasten angebrachte Einfüllflasche E dient zum Einguss der Kalilauge; A ist das Absorptionsgefäss.

Das Messgefäss besteht aus den beiden Glasrohren M1 und M2 (Fig. 47, schematische Darstellung), welche oben und unten kommunizieren. In das Rohr M1, welches im oberen

5)

Vergl. Stahl und Eisen 1901, S. 228

1)

Firma Wve. Joh. Schumacher, Köln u. Ados, Feuerungstechnische Gesellschaft m. b. H., Aachen.