Text-Bild-Ansicht Band 318

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Doppelleitung. Der eine Zweig d1 führt durch den Ekonomiser nach einem Oberkessel jedes Kessels, der andere d geht direkt von den Pumpen in den anderen Oberkessel. Die Leitung ist mit einem Sicherheitsventil versehen.

d) Die Abdampfleitungen.

Die Abdampfleitungen e2 sowohl der Hauptmaschinen als der Kondensatoren x und Pumpen u sind mit Wechselventilen ausgerüstet. Die Hauptmaschinen können – wie schon oben erwähnt – mit Kondensation, sowie erforderlichenfalls mit Auspuff arbeiten. Der Pumpenabdampf kann entweder ebenfalls ins Freie entweichen, oder geht durch Schaffstädtsche Vorwärmer y und h. Die ölhaltigen Kondenswässer gehen in den Oelabscheider.

Alle reinen Kondenswässer aus der Frischdampfleitung, den Wasserabscheidern i vor den Maschinen und den Hochdruckzylindermänteln werden durch eine Vorrichtung, deren Plan in Fig. 24 wiedergegeben ist, den Kesseln direkt wieder zugeführt, wodurch eine wesentliche Ersparnis bedingt ist.

Textabbildung Bd. 318, S. 170

Die Niederschlagwässer treten, unter dem Dampfdruck stehend, in ein Rohr d von 50 mm lichter Weite, von hier gelangen sie in zwei Sammeltöpfe h, von denen jeder einzeln absperrbar ist, und werden von dem Dampfdruck in zwei über den Kesseln im Kesselhause angebrachte Apparate b gehoben. Von hier aus werden sie durch Frischdampf direkt in die Dampfsammler zurückgeführt. Auch die Kondenswasserrückleitung g ist als Doppelleitung ausgeführt.

Um bei etwa eintretendem Versagen beider Apparate das sich sammelnde Wasser loswerden zu können, ist an die Sammeltöpfe ein Rohr k angeschlossen, das zum Brunnenwasserbassin führt. Auch das Kondenswässer aus den Niederdruckzylindermänteln wird in dieses Bassin abgeleitet.

Die Rohre sind, soweit sich dieses machen liess, unter Flur gelegt; im Maschinenraum liegen sämtliche Rohrleitungen im Keller.

In Fig. 24 bedeutet ferner:

a: Die Frischdampfleitung zu den Apparaten b,

c: Die Hauptdampfleitung sämtlicher Kessel,

e: Sammelrohr für das Kondenswässer des Niederdruckmantels,

f: Kondenswässer vom Hochdruckmantel,

g: „ „ Niederdruckmantel.

Der Laufkran im Maschinenraum.

Dieser hat eine Spannweite von 15,55 m, 10000 kg Tragfähigkeit, eine Hubhöhe von 6 m und wird vom Maschinenhausflur durch Handketten bedient.

2. Der elektrische Teil.

Die Dynamomaschinen.

Wie schon bei der Beschreibung der Dampfmaschinen erwähnt worden ist, sind die Dynamomaschinen mit diesen direkt gekuppelt, machen also 120 Umläufe in der Minute. Es kommen 6polige Nebenschlussmaschinen der bekannten U-E-G-Strassenbahntype zur Verwendung, die bei 550 Volt Klemmenspannung normal je 225 Kilo-Watt leisten. Der Anker ist mit Stabwickelung versehen, die in Nuten eingelegt ist. Zur Stromabnahme dienen Kohlenbürsten.

Die Ankerwellen sind durch abziehbare, auf gusseisernen Fundamentplatten ruhende Aussenlagerböcke unterstützt. Die reine Nebenschlusswickelung wurde gewählt, weil die. Maschinen parallel mit einer Bufferbatterie auf die Aussenstrecke arbeiten, die plötzliche Stromstösse, wie sie beim gleichzeitigen Anfahren mehrerer Wagen entstehen, aufnimmt, in diesem Fall wäre also Verbundwickelung zwecklos.

Die Bufferbatterie.

Diese ist von den Akkumulatorenwerken Oberspree nach dem Majertschen System gebaut und besteht aus 275 Elementen mit einer Kapazität von 800 Amperestunden bei 1 stündiger Entladung. Zum Aufladen der Batterie, das etwa alle 6 Wochen erfolgt, ist eine Zusatzmaschine aufgestellt, die in Hintereinanderschaltung mit einer Dampfdynamo die Ladestromstärke der Batterie von 450 Ampere bei einer Maximalspannung beider Maschinen von 600 Volt abzugeben vermag.

Die Batterie ist in dem an das Maschinenbaus anstossenden zweistöckigen Akkumulatorenhause aufgestellt.