Text-Bild-Ansicht Band 318

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  • 1. die permanente Kongress-Kommission, welche sich aus den Präsidenten der bisherigen vier Kongresse unter dem Vorsitze des Präsidenten des Berliner Organisations-Komitees, Herrn Geheimen Regierungsrates Professor Dr. Otto N. Witt, zusammensetzt,
  • 2. das Organisations-Komitee des V. Kongresses, welches sich aus hervorragenden Vertretern der deutschen Wissenschaft und Industrie zusammensetzt,
  • 3. das deutsche Haupt-Komitee, dem zahlreiche Vertreter der Behörden des Reiches, der Bundesstaaten, der Staats- und städtischen Behörden sowie Grossindustrielle angehören,
  • 4. die internationale Analysen-Kommission, in welcher sich bedeutende Chemiker aller Kulturstaaten befinden,
  • 5. die auswärtigen Organisations-Komitees, welche sich in den wächtigeren Kulturländern zur Vorbereitung des Kongresses gebildet haben,
  • 6. der Ortsausschuss und
  • 7. das Damen-Komitee.

Den Abschluss bilden die vorläufigen Arbeitsprogramme der 11 Sektionen des Kongresses mit ihren Präsidenten, Sekretären und Mitgliederlisten. Eine grosse Anzahl internationaler Fragen und interessanter Vorträge steht bereits auf der Tagesordnung, und es ist zu erwarten, dass der V. Internationale Kongress, welcher im Reichstagsgebäude zu Berlin tagen wird, sowohl in Hinsicht auf seine wissenschaftliche Bedeutung als auch bezüglich der geselligen Veranstaltungen sich würdig an seine Vorgänger anschliessen wird.

Zuschriften an die Redaktion.

(Unter Verantwortlichkeit der Einsender.)

Geehrte Redaktion!

In Heft 7, Jahrg. 1903, Ihres geschätzten Blattes finden wir einen sehr eingehenden Artikel über Indikatoren, der auch nach unserer Ansicht viel Richtiges und Aufklärendes enthält.

Was die Frage der Beeinflussung der Indikatorkolbenfeder durch die Wärme anbelangt, so wird dieselbe in nächster Zeit sich wohl genügend klären und werden dabei auch die verschiedensten Ansichten und Gesichtspunkte sich gegenüber stehen.

Wenn man aber bei derartigen Instrumenten im Stande ist, einen und zwar einen oft ganz unberechenbar eingreifenden Fehler zu vermeiden, hier also den durch den Wärmeeinfluss hervorgerufenen, so erscheint uns das doch bei dem heutigen Stande der Wissenschaft und Technik als eine Pflicht.

Dass ein Bedürfnis für dergleichen Indikatoren für genaue Versuche und für hohe Erwärmungen vorliegt, wird von Ihnen unter anderem ja bereits anerkannt.

Was die von Ihnen erwähnte Anordnung der flachen Spiralfedern behufs Rückdrehung der Papiertrommeln an den Rosenkranz-Indikatoren anbelangt, so bemerken wir, dass wir uns bei unseren neueren Ausführungen auch der Schraubenfedern bedienen und bitten Sie, die hierauf bezügliche Abbildung 1a aus der beifolgenden Abhandlung über unsere Indikatoren in Ihrem geschätzten Blatte abdrucken zu wollen.

Textabbildung Bd. 318, S. 176

Was die Anhaltevorrichtung bei unseren Indikatoren anbelangt, so wird dieselbe im allgemeinen gern benutzt.

Wenn diese einfache Vorrichtung versagt, so ist in den meisten Fällen eine etwas unsanfte Behandlung daran Schuld. Wir haben daher die Anordnung etwas kräftiger als bisher ausgebildet.

Uebrigens führen wir unsere Indikatoren mit und ohne Anhaltevorrichtung aus, da überhaupt viele Ingenieure das Aushaken der Schnur so wie so vorziehen.

Hannover, den 19. Februar 1903.

Hochachtungsvoll

Dreyer, Rosenkranz & Droop.

Wert und Bestimmung des Kohlensäuregehaltes der Heizgase.

Zu der Abhandlung „Wert und Bestimmung des Kohlensäuregehaltes der Heizgase“ teilt mir die Firma G. A. Schultze, Berlin SW. mit, dass die Einregulierung des Rauchgas-Analysators neuerdings nicht mehr nach der auf S. 91 u. 92 beschriebenen, etwas umständlichen Weise, sondern wesentlich einfacher geschieht. Mit Bezug auf Fig. 28, S. 90, gestaltet sich die neuerdings übliche Art der Einregulierung wie folgt:

Nachdem der Apparat nach Vorschrift in Betrieb gesetzt wurde, beobachtet man den Stand der Sperrflüssigkeit im Messrohr des Mikromanometers. In einem Zeitpunkt, in welchem die Flüssigkeit bei annähernd gleich bleibendem Kohlensäuregehalte fast stillsteht, schliesst man gleichzeitig Hahn h und f. Hierdurch bekommt man ruhende Gassäulen, da jetzt weder die Absaugevorrichtung, noch der Zug im Kessel irgend welche Einwirkung ausüben können. War nun vorher in dem einen oder anderen der beiden Standrohre Saugwirkung vorhanden, so wird sich jetzt die Flüssigkeit etwas nach rechts oder links verschieben, ehe sie ins Gleichgewicht kommt. War z.B. vorher Saugwirkung in dem Luftrohr b vorhanden, so wird die Flüssigkeit nach Schluss der beiden Hähne h und f nach rechts zurückgehen, war Saugwirkung im Rauchgasrohr a vorhanden, so wird sie nach links ansteigen; in ersterem Falle zeigte der Apparat vorher zu viel, in letzterem zu wenig CO2 an. Um diese etwa vorhandenen unrichtigen Angaben zu beseitigen, verändert man die Oeffnung des kleinen Messingplättchens, welches in dem Lufteinlasshahn e liegt. Bei einer Oeffnung des Flättchens von 0,7 mm Durchmesser, wie sie bei Anlieferung des Apparates vorgesehen ist, wird durchweg eine Saug Wirkung im Luftrohr b entstehen, die Flüssigkeit also etwas nach links heraufgezogen werden, resp. beim Schliessen der Hähne nach rechts zurückgehen. Um diese Erscheinung zu beseitigen, erweitert man mit Hilfe einer dünnen Reibahle die Bohrung im Messingplättchen etwas, probiert durch Schliessen der Hähne h und f wieder und fährt so fort, bis die Flüssigkeit an demselben Punkt stehen bleibt, gleichviel, ob mit ruhenden oder mit bewegten Gassäulen gearbeitet wird, resp. ob die Hähne h und f offen sind oder geschlossen werden.

Das gleichzeitige Schliessen von h und f ist unbedingt erforderlich.

Ist der Apparat einmal einreguliert, so braucht die beschriebene Einregulierung nicht wieder vorgenommen zu werden.

Köln.

A. Dosch.