Text-Bild-Ansicht Band 318

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auf die Landseite verlegt. Die Spannweite ist etwas geringer. Ein Kran wiegt 75000 kg und hat einschliesslich Montage 65000 M. gekostet.

Textabbildung Bd. 318, S. 268

Aus Fig. 170 ist die Seilführung zu ersehen. Der 45-pferdige Hauptstrommotor, der 200–550 Umdrehungen i. d. Min. macht, arbeitet mit einfachem Vorgelege 1 : 4,6 auf die Trommel des Hubseils, das die Last in. zwei Strängen trägt. Solange der Kübel gehoben wird, ist die Katze an einem Anschlag verriegelt und wird dadurch verhindert, dem Seilzuge zu folgen und sich nach der Winde hin zu bewegen. Durch den Anschlag der Rolle gegen die Katze wird die Verriegelung gelöst und gleichzeitig die Last eingehängt, so dass die weiterlaufende Winde die Katze nach rechts verfährt. Nach Entleerung des Fördergefässes läuft die Katze unter der Bremse zurück, riegelt sich wieder an dem Anschlag fest und gibt die Last frei, die jetzt ins Schiff abgebremst wird. Da die Neigung des Trägers – rund 1 : 8 – für den selbsttätigen Rücklauf nicht genügt, so greift auf der linken Seite der Katze ein Hilfsseil an, das durch einen 8rolligen Flaschenzug mit Gegengewicht straff gezogen wird und die nötige Beschleunigung hervorbringt.

Textabbildung Bd. 318, S. 268

Fig. 171 und 172 lassen die Einrichtung der Katze erkennen, die in dem Augenblick gezeichnet ist, wo sie bergablaufend gegen den auf der Fahrbahn verstellbaren Anschlag a stösst. Infolge des Anpralls tritt die Rolle des Anschlages in die Aussparung- des im Katzengerüst gelagerten Hebels b1, dreht diesen, ebenso wie den Hebel b2 und verschiebt dadurchdie Stange c nach unten. Gleichzeitig wird das obere Ende des um e drehbaren Fanghebels d durch b1 und b2 nach rechts gedrängt, der Fanghaken unten weicht also nach links aus und gibt den Zapfen der Lastrolle frei. Der Seilzug würde jetzt, während der Kübel sinkt, die Katze nach rechts fahren, wenn nicht Hebel b1, der in die punktierte Stellung übergegangen ist, durch den Anschlag zurückgehalten würde.

Beim Aufziehen der Last stösst der Zapfen der Rolle von unten gegen die Gabel der Stange c. Diese wird aufwärts in die gezeichnete Lag verschob n, wobei sie b1 und b2 und damit auch Hebel d in die ursprüngliche Stellung zurückdreht. Die Verriegelung mit a wird gelöst, und die Last müsste, während die Katze nach rechts fährt, sinken. Da aber der Fanghaken vorgeschoben ist, hängt sich die Rolle in der Katze auf, und das Seil wird entlastet, so dass es nur einen dem Fahr widerstände entsprechenden Zug erhält.

Die Katze ist mit einer Vorrichtung für selbsttätiges Entleeren des Fördergefässes versehen, die folgendermassen wirkt. Der Kübel hat in bekannter Weise die Neigung, nach vorn zu kippen. Er ist an einem aus zwei Flacheisen hergestellten Bügel aufgehängt und wird durch die zwischen den Flacheisen drehbaren Riegelhebel f am Kippen gehindert, An der Laufkatze ist ein einarmiger Hebel g angebracht, der durch eine eingekapselte Zugfeder h in seiner Stellung gehalten wird. Trifft nun die Rolle i auf der Fahrt gegen die schräge Fläche des an der Fahrbahn befestigten Anschlages k, so drückt sie den Hebel g nach unten, der seinerseits die vorstehenden Enden der Riegelhebel f niederdrückt. Der Kübel stürzt seinen Inhalt aus und kehrt dann in die aufrechte Stellung zurück, wobei der Riegel wieder einschnappt. Durch Versetzen des Bügels wird die Entladestelle gewechselt, Für Material wie Stückkohle wäre diese Vorrichtung wegen der grossen Sturzhöhe natürlich nicht brauchbar.

Fig. 172 zeigt gleichzeitig den Querschnitt des Kranträgers, der sich von dem des Bleichertschen Kranes (S. 132 d. Bd.) im wesentlichen nur dadurch unterscheidet, dass als Laufbahnträger Holzbalken verwendet sind, eingefasst durch ⊏Eisen. Wahrscheinlich soll die elastische Unterstützung ruhigeren Lauf zur Folge haben.

Zum Antrieb des Kranfahrwerks wird der Windenmotor benutzt, dessen Bewegung durch Wellen mit Hookschen Gelenken nach den beiden Stützen hin übertragen wird, die sowohl einzeln, wie gleichzeitig verfahren werden