Text-Bild-Ansicht Band 318

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können. Da der Maschinist die Vorgänge im Schiff nicht beobachten kann, so ist diese Einrichtung später dahin abgeändert, dass die Kaimauerstütze einen besonderen Fahrmotor erhalten hat und durch den Signalmann verschwenkt wird. Der Wechsel von einer Luke zur andern geschieht während der Zeit, wo die Katze unterwegs ist.

Textabbildung Bd. 318, S. 269

Die Geschwindigkeiten betragen nach der angegebenen Quelle:

Verfahren des Kranes bezw.
einer einzelnen Stütze

0,4–0,5 m/Sek.
Heben der Last 1,7 „
Aufwärtsfahren der Katze 4 „
Rücklauf der Katze 6 „

Die Erze wiegen 1700–3000 kg/cbm. Für die leichteren Sorten werden Kübel von 1 cbm, für die schwereren solche von 0.68 cbm Inhalt verwandt. Das Gewicht der Ladung beträgt demnach ungefähr 1800 kg, das des Kübels 450 kg. In 10 Stunden werden von einem Kran durchschnittlich 320 t gefördert, wobei 8 Schaufler im Schiff angestellt sind. Dass die Leistung nicht höher ausfällt, wird damit erklärt, dass die älteren Rheinschiffe eine für die Entladung ungünstige Form haben, da sie aus vielen kleinen Abteilungen bestehen, deren Entleerung der Beanspruchung des Schiffskörpers wegen gleichzeitig in Angriff genommen werden muss. Daher hat der Kran häufig seinen Arbeitsplatz zu wechseln, ein Vorgang, der bei der grossen Höhe der Schittsmasten mitSchwierigkeiten verbunden ist. Auch durch ungünstige Verhältnisse bei Ablagerung der Erze wird die Leistung heruntergedrückt.

Textabbildung Bd. 318, S. 269

In der beschriebenen Weise sind die drei älteren Krane des Hüttenwerkes ausgeführt. Der später aufgestellte vierte Kran weist verschiedene Abänderungen auf, namentlich in der Seilführung, die Fig. 173 skizziert. Hubseil und Fahrseil sind getrennt, und der Betrieb ist derselbe, wie bei der auf S. 131 d. Bd. beschriebenen Verladebrücke von Bleichert. Nur ist die Winde insofern anders ausgeführt, als die beiden Fahrseiltrommeln jede das Seil vollständig aufwickeln und miteinander durch ein Wendegetriebe in Verbindung stehen, dessen 4 kleine Zwischenräder in einem feststehenden Ring gelagert zu denken sind. Alle Trommeln drehen sich lose und werden durch Reibkupplungen eingerückt. Die Fahrseile laufen bei beiden Trommeln auf derselben Seite auf. Die eingekuppelte Trommel wickelt Seil auf, während die andere ebensoviel hergibt.

Textabbildung Bd. 318, S. 269

Diese Ausführung ist von dem Hüttenwerk Rheinhausen deshalb gewählt, weil das Versetzen der Anschläge für Feststellen und Entleeren der Katze bei den älteren Kranen eine