Text-Bild-Ansicht Band 318

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ziemlich umständliche Arbeit ist. Bei der neuen Ausführung kann an jedem beliebigen Punkte angehalten und entleert werden. Vorteilhaft ist ferner, dass der Kübel nicht unbedingt vor dem Beginn der Fahrbewegung in die Katze eingehängt zu werden braucht, sondern auch durch gleichzeitigen Antrieb des Hub- und Fahrwerkes schräg bewegt werden kann. Dadurch wird es möglich, den Kübel an der Böschung des Erzhaufens in die Höhe zu ziehen und ihn so ohne Schau fei arbeit zu füllen.

Textabbildung Bd. 318, S. 270

Die Winde Fig. 173 lässt sich auch so einrichten, dass die Hubtrommel wegfällt und nur die beiden Fahrtrommeln mit dem Wendegetriebe bleiben, um jetzt gleichzeitig als Hub- und Fahrtrommeln zu dienen, wie in Fig. 174 skizziert. Die Seile laufen beide über eine Rolle in der Katze und sind am Lasthaken festgemacht. Die Winde arbeitet folgendermassen: Das mit der Trommel 1 zusammengegossene Antriebsrad ist auf der Welle festgekeilt und dreht sich in beiden Dichtungen. Trommel 2 kann mit der Welle durch die Reibkupplung R verbunden werden. Beide Trommeln lassen das Seil auf der gleichen Seite ablaufen, und sind durch ein Wendegetriebe verbunden, dessen Zwischenräder in einem drehbaren Ring gelagert sind, der durch ein Bremsband festgestellt werden kann. Soll die Last aufgezogen werden, so sind beide Seile einzuholen. Man rückt dazu die Reibkupplung R ein, löst die Bremsen und lässt den Motor anlaufen. Dann drehen sich die Trommeln in derselben Richtung und das Wendegetriebe kommt, da der Ring sich frei mitdreht,nicht zur Wirkung. Durch die Bremse B2 wird die Last festgehalten bezw. gesenkt. Zum Verfahren der Katze müssen die Trommeln entgegengesetzt laufen. Man hält jetzt B2 fest, das Wendegetriebe tritt in Tätigkeit und die Trommeln drehen sich entgegengesetzt, nachdem die Reibkupplung und die Bremse Bx gelöst und der Motor in der einen oder anderen Richtung angelassen ist. Durch Festziehen von B1 wird die Fahrbewegung unterbrochen. Man könnte leicht durch Einbau einer zweiten Reibkupplung die Winde auch für einen nicht umsteuerbaren Antriebsmotor brauchbar machen.

Textabbildung Bd. 318, S. 270

Diese von Hunt in New York herrührende Konstruktion ist in Deutschland der Firma J. Pohlig, Köln, patentiert und für Verladebrücken mehrfach ausgeführt. Das Patent schliesst auch eine Abänderung ein, bei der nur Stirnräder zur Verwendung kommen.

Fig. 175–177 geben eine Verladebrücke der Mc Myler Mfg. Co., Cleveland, wieder. Sie unterscheidet sich von der Brownschen Konstruktion hauptsächlich dadurch, dass an die Stelle des parabelförmigen zusammengeschraubten Trägers ein genieteter Parallelträger getreten ist. Auch wird der Kübel nicht zwischen die Hauptträger aufgezogen, sondern die Fahrbahn ist nach unten verlegt. Dadurch wird die Versteifung einfacher, doch muss bei gegebener Schnitthöhe die ganze Brücke höher gelegt werden, womit die Gefahr des Kippens bei Sturm wächst. Die Ausbildung der Eisenkonstruktion ist aus der Zeichnung leicht verständlich.