Text-Bild-Ansicht Band 318

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Die Firma J. Jaeger, Duisburg, baut für schwere Beanspruchung den in Fig. 229 u. 230 S. 311 dargestellten Greifer, der gleichfalls Zahnräderübersetzung hat. Jedoch sind hier die Schaufeln fest auf einer Welle aufgekeilt, die durch das Stirnrädergetriebe gedreht wird. Die Lastkette wirkt auf zwei Trommeln, die neben einander auf derselben Achse laufen, sich aber, ebenso wie die Schaufeln, entgegengesetzt drehen müssen. Damit ergiebt sich von selbst nach Fig. 229 symmetrischer Angriff der in zwei Stränge geteilten Lastkette. Mit jeder Trommel ist ein Stahlgussritzel (z = 15, t = 10π) fest verkeilt, das in das Zahnrad einer Zwischenwelle (z = 42, t = 10π) eingreift, deren Ritzel (z = 10, t = 15π) auf das nur teilweise ausgeführte Rad der Hauptwelle arbeitet. Diese ist mit den Schaufeln verbunden durch eine Stahlgussrosette, die mit den Schaufelblechen vernietet und auf der Welle festgekeilt ist. Ein geschlossener Blechmantel schützt das Triebwerk gegenüber der Kohle. Die in 4 Stränge geteilte Entleerungskette wird in Oesen eingehängt, die aussen an den Schaufeln befestigt sind.

Textabbildung Bd. 318, S. 310
Textabbildung Bd. 318, S. 310

Der gezeichnete Greifer fasst 2000 kg Kohle. DieKonstruktion wird sich nicht für alle Fälle eignen, weil das geteilte Stück der Lastkette nicht über die Auslegerrolle aufgezogen werden kann und daher bei geschlossenem Greifer ziemlich viel Höhe wegnimmt. Dagegen scheint es nicht unmöglich, die Konstruktion bei Verladebrücken für Betrieb mit Drahtseil zu verwerten, wenn von vornherein zwei Seilstränge vorhanden sind. Man hätte dann eine ähnliche Anordnung, wie bei dem Hone greifer, nur würde die Anbringung des Oeffnungsseiles die Ausführung erschweren.

Fig. 231 und 2324) geben ein anschauliches Bild von der Arbeitsweise des Greifers.

Textabbildung Bd. 318, S. 310

Bei allen bisher beschriebenen Ausführungen wurde die Lastkette als Schliessorgan benutzt. Es können indessen auch Fälle vorkommen, wo entweder keine Kette vorhanden

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Der „Deutschen Fabrikantenzeitung“, München, entnommen