Text-Bild-Ansicht Band 318

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Stütze ein Maschinenhaus mit Dampfkessel. Alle Bewegungen werden mit Dampf- oder Wasserdruck ausgeführt, die Drehung des Hebels durch den in der Skizze angedeuteten umgekehrten Flaschenzug, dessen lose Seilenden am Wagen befestigt sind.

Textabbildung Bd. 318, S. 312

Ist der Greifer gefüllt, so wird er gehoben, rückwärts gefahren und in den Eisenbahnwagen entleert. Zur Bedienung sind nötig ein Mann am Greifer, einer auf dem Wagen für Heben und Fahren sowie ein Heizer. Dazu kommen Aufseher und Erzschaufler. In 10 Stunden sollen 2500 t Erz übergeladen werden.

Nach einer Mitteilung in Iron Age vom 23. Jan. 1902 scheint die Maschine den gehegten Erwartungen nicht voll entsprochen zu haben, da meistens 12 bis 15 Schaufler angestellt werden mussten. Daher hat dieselbe Firma eine Vorrichtung entworfen, bei welcher der Beiholapparat und der Greifer mit Zubehör zwar auf demselben Gerüst aufgebaut, aber sonst vollständig getrennt sind. Der erstere hat Aehnlichkeit mit dem Hulett-Auslader, konnte aber viel leichter gebaut werden, weil er keine Hubarbeit zu leisten hat. Er ist gleichfalls an einem senkrechten Mast angebracht, in dem der Maschinist seinen Platz hat. Die Kratzerschaufel hat ein Arbeitsfeld von etwa 4,5 m Radius. Der Greifer selbst hängt an einer Kette und fasst je nach der Erzsorte 2 bis 4 t. Er nimmt zunächst das Erz unter der Luke, etwa 50 v. H. der Gesamtladung auf, worauf ihm der Rest durch den Kratzer zugeführt wird. Man hofft, dass nur 1 oder 2 Schaufler nötig sein werden. Fig. 235 gibt ein Bild des Greifers, der durch die eigentümliche Form seiner Schaufeln auffällt.

Textabbildung Bd. 318, S. 312
Textabbildung Bd. 318, S. 312

Als besonderer Vorteil gegenüber dem Hulett-Auslader wird in der genannten Quelle angeführt, dass die Maschine auch benutzt werden kann, um das Erz auf einen Lagerplatz zu schaffen, während jener infolge seines grossen Gewichtes sich nicht gut für lange Wege und grössere Geschwindigkeiten bauen lässt.

(Fortsetzung folgt.)