Text-Bild-Ansicht Band 318

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der Maschinenanlage von A. Freundlich aufgestellt war. f ist der Kondensator mit angeschraubtem Kompressorzylinder d. Der Kompressor saugt die Kohlensäuredämpfe aus dem Eiserzeuger i an, komprimiert sie in die Kondensatorschlangen, von wo sie verflüssigt in das Sammelgefäss m abfliessen. Von dem am höchsten Punkt dieses Sammelgefässes angebrachten Regulierventil aus wird die flüssige Kohlensäure dem Verdampfer i wieder zugeführt. k ist die Glyzerinpumpe, welche das Glyzerin aus dem Behälter g entnimmt und in den Kompressorzylinder einspritzt. Durch den Dreiweghahn t kann flüssige Kohlensäure aus einer Flasche l nachgefüllt werden. Gleichzeitig zweigt an diesem Dreiweghahn die Leitung zum Saugmanometer 1 ab. Das Druckmanometer 2 ist von dem Regulierventil auf dem Sammelgefäss m angeschraubt. Im Eisgenerator befindet sich ein Propellerrührwerk 3, welches die Salzlösung in dem Bassin in kräftige Bewegung versetzt.

p ist das Auftaubassin für die flachen Eiszellen, y der Tisch, auf dem das fertige Eis ausgelegt wird. Der Antrieb der Anlage erfolgt von einem Elektromotor r aus, der vermittels eines Schneckenradgetriebes s ein Vorgelege bewegt. Von diesem aus wird der Kompressor mittels Fest- und Losscheibe angetrieben. Das Propellerrührwerk 3 wird von der Kompressorwelle aus durch Riemen bewegt.

Der Antrieb dieser Kühlanlage erfolgt, wie bereits bemerkt, durch einen Elektromotor, dessen verlängerte Welle mittels Schnecke und Rad die Transmissionswelle antreibt, von welcher aus mittels Riemen der Kompressor betrieben wird, von dessen Welle wieder mittels Riemen das Rührwerk im Eisgenerator angetrieben wird. Der Kompressorzylinder ist aus Stahlblech hergestellt. Der Kondensator ist als gusseiserner Zylinderkörper ausgebaut, unten mit Boden versehen und enthält gleichzeitig die Lagerung für die gekröpfte Welle. Im Inneren des Kondensators sind Schlangen aus starkwandigen Pressrohren eingebaut, welche von Wasser umgeben sind. In der Mitte ist ein Ablaufrohr angebracht, durch welches das erwärmte Wasser wieder abfliesst. Zwischen Kompressor und Generator, sowie an den Kondensatorschlangen sind in geeigneter Weise Absperr- und Regulierventile angebracht. Die ausgestellte Eismaschine ist für eine stündliche Eiserzeugung von 20-25 kg Eis eingerichtet.

Von der Firma Semmler & Gsell, G. m. b. H., Düsseldorf,ist im Restaurant der Dortmunder Akt.-Brauerei eine kleine Kühlmaschine ausgestellt, welche ausser einem Bierkeller von etwa 60 m2 noch einen Vorratskeller von 7 m2, 2 Speiseschränke und 2 Büffets kühlt. Die Kühlung wird durch einen liegenden Schwefeldioxydkompressor besorgt, der seinen Antrieb von einem Gasmotor erhält. Ausserdem ist eine Reservemaschine aufgestellt; das bezügliche Ausstellungsobjekt ist in Fig. 6 dargestellt.

Die stehende Kühlmaschine 1 dient lediglich als Reservemaschine. Die ganze Kühlung besorgt ausschliesslich der liegende Kompressor 2, der vom Gasmotor 3 aus angetrieben wird, und zu welchem der Tauchkondensator 4 gehört.

In dem Bier- und Vorratskeller bestehen die Verdampferrohre aus unmittelbar unter der Decke angeordneten Rippenrohrsystemen, die infolge ihrer bedeutenden Oberfläche eine ausserordentliche Kälteabgabe ermöglichen.

Textabbildung Bd. 318, S. 381

Wenn die Maschine arbeitet, setzt sich die in den Räumen vorhandene Feuchtigkeit in Form von Eis an den Rippenrohren fest. Dieses Eis taut langsam auf, nachdem die Maschine abgestellt wird, und gibt so seine Kälte ganz an den Raum ab, während aber das Schmelzwasser in Tropfrinnen, welche unter den Rohren angebracht sind, aufgefangen und vollständig abgeleitet wird.

Der Kellerluft wird also beständig jede überflüssige Feuchtigkeit entzogen, so dass die Bildung aller schädlichen Keime verhindert und eine reine trockene Luftbeschaffenheit erzielt wird, bei welcher auch die empfindlichsten Fleischwaren, Speisen etc. wochenlang ohne jeden Nachteil aufbewahrt werden können.

In ganz anderer Weise erfolgt die Kühlung der Speisenschränke und Büffets. Da hier die Kühlrohre nur ganz wenig Platz einnehmen dürfen, muss auf einen möglichst kleinen Raum ein tunlichst grosses Quantum Kälte abgegeben werden können, und diese Kälte darf durch das häufige Oeffnen der Schrank- und Buffettüren nicht schnell wieder verloren gehen. Es müssen also auch Vorrichtungen getroffen werden, eine grössere Kältemenge aufzuspeichern, die während eines mehrstündigen Stillstandes der Maschine eine ausreichende Kühlung zu bewirken vermag.

Zu diesem Zweck hat die Firma Semmler & Gsell eigenartige Kühlbehälter konstruiert, welche leicht sowohl in die